Krisengespräch mit Arzt

Nach dem ich mich gestern ja ganz schön hab hängen lassen und die Frau am Bestrahlungsgerät wohl irgendwann verstanden hat, dass mir gerade ein Ansprechpartner fehlt, hatte ich heute in St. Georg einen extra Arzttermin.

Der Arzt war sehr nett, hat sich viel Zeit genommen und vor allem mal jede Menge Fragen beantwortet und auch ein paar Tipps gegeben. Das werde ich auch noch mal zusammenfassen.

Zum Punkt Trachealkanüle meinte er, dass ich ja eigentlich einfach die Kanüle nicht mehr rein tun müsse, dann würde das Loch dort innerhalb von vier bis sieben Wochen zu wachsen. Ich kann das zwar nicht so ganz glauben, aber ich hätte gerne das Gesicht von meinen Ärzten aus dem Krankenhaus gesehen, wenn sie den Tipp gehört hätten. Nein, solange die Bestrahlung läuft, werde ich das auch nicht tun, denn ich brauch das Loch ja zum atmen unter der Bestrahlungsmaske. Aber amüsant war die Vorstellung schon.

Jo, außerdem hat der Arzt die unklare Situation mit meiner Krankenkasse angesprochen. Und mir da ziemlich Angst gemacht. Ich hoffe ja, er hat Unrecht, und das ganze ist geregelt, wenn ich den Fragebogen ausgefüllt und zurück geschickt habe. Tröstlich zu wissen, dass mir St. Georg aber versuchen wird eine möglichst kleine Rechnung auszustellen, wenn ich alles selbst zahlen muss. Im Moment seien auch nur 7000 Euro offen.

Ein Krisengespräch, das gleich die nächste Krise auslöst. Aber ich versuche ruhig zu bleiben.

Veröffentlicht von

Anabell

45 Jahre, weiblich, Krebsart: Pharynxkarzinom, genauer: Oropharynx (T3). Und mehr über mich hier im Blog. Oder hier: Wer ich bin.

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