Krebs Behandlung ist wohl Fulltime-Job

Eine Krebs Behandlung ist fast so etwas wie ein Fulltime-Job scheint es mir gerade. Zumindest nehmen das auch alle möglichen andere Stellen so an. Heute Morgen ruft St. Georg an, man wolle meinen heutigen Bestrahlungstermin auf am liebsten sofort verschieben, denn der Termin Vorstellung zur Chemotherapie in Reinbek würde sich von Freitag auf heute 14 Uhr verschieben. Da ich ja um 13.45 Uhr aber Bestrahlung in St. Georg hätte, müsste diese eben auf möglichst früh verschoben werden.

Beim ersten Anruf hat St. Georg auf den Anrufbeantworter gesprochen. Dann hat mein Mann gegen 8.40 Uhr dort zurückgerufen. Dort war man sehr erstaunt, dass ich um 8.40 Uhr noch im Bett liege. Mein Mann erklärte dann leicht schnippisch, dass er eben Arbeiten würde, am Tag vorher Spätschicht gehabt habe und man daher hier im Hause auch erst um 1 Uhr ins Bett gegangen wäre.

Also wurde ihm mitgeteilt, antanzen in St. Georg hopphopp (nein, natürlich netter) und dann 14 Uhr Chemotherapie.

Irgendwie nehmen alle an, dass ich zum einen sonst nichts zu tun habe und zum anderen jederzeit überall hin kann. Mal abgesehen davon, dass wir noch einen Hund haben und ich mindestens ihn und seinen Zeitplan berücksichtigen muss, ich arbeite ja noch ein wenig. Ok, ohne Terminstress und dann wenn es mir gut genug geht und ich Zeit habe, aber trotzdem versuche ich natürlich ein wenig zu planen.

Ist aber irgendwie derzeit nicht wirklich möglich.

Noch lustiger: Gestern habe ich meine Terminkarte in St. Georg für die Bestrahlung bekommen. Da habe ich versucht einen anderen Termin als 13.45 Uhr zu bekommen, weil für mich wegen Bus- und Bahn Termine zur vollen Stunde einfach besser sind. Da hieß es noch, eine Verlegung eines Bestrahlungstermins ist unmöglich. Grübel. Und dann geht es doch.

Naja. Die zweite von insgesamt 33 Bestrahlungen habe ich hinter mir. Ich habe heute auch schon brav zwei Mal mit Salbei den Mund ausgespült. Gleich geht es noch auf einen kleinen Spaziergang mit den Hund und dann eben zur Onkologie Reinbek und dann ist da das Aufklärungsgespräch wegen Chemotherapie.

Wobei dieser Termin gerade auch für Panik gesorgt hat. Die nette Frau in St. Georg hat mir den Termin aufgeschrieben mit der Adresse, Hamburger Straße 23, Reinbek. Und sie sagte noch, dass wäre nicht direkt im Krankenhaus. Sondern neben dran. Jetzt habe ich gerade im Internet geguckt, da hat das Krankenhaus die Hausnummer 41 und in der 23 ist irgendetwas ganz anderes. Dafür ist aber die zweite Adresse von dieser Onkologie in Ahrensburg und zwar dort in der Hamburger Straße 23. Puh. Kleine Panikattacke und erst mal angerufen, zum einen ist es hier in der Hamburger Straße 41 und zum anderen habe ich meine Termin heute auch wirklich in Reinbek. Das wäre es ja gewesen….

Veröffentlicht von

Anabell

45 Jahre, weiblich, Krebsart: Pharynxkarzinom, genauer: Oropharynx (T3). Und mehr über mich hier im Blog. Oder hier: Wer ich bin.

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