Immunsystem nach Krebs

Aus gegebenen Anlass (Coronavirus) mache ich mir natürlich etwas Sorgen um meine Gesundheit. Denn überall liest man ja, Coronavirus ist ja nicht so schlimm, wenn man nicht so alt ist und natürlich gesund. Ist man aber älter (ab 50, teilweise ab 60 oder 70, kommt ein wenig auf die Quelle an) und hat man dazu noch Vorerkrankungen (teilweise oder hat man Vorerkrankungen), darf man sich bei einer Infektion auf einen schweren Verlauf einstellen und die Wahrscheinlichkeit steigt eben signifikant an, das das eigene Ableben quasi mit Corona angeklopft hat.

Jetzt werde ich dieses Jahr 50. Einigen Quellen zu Folge gehöre ich damit schon zu den Menschen, die, weil älter, zur Risikogruppe gehören. Und dazu hatte ich vor vier Jahren meine Krebs-Operation, Bestrahlung und Chemotherapie. Ich frage mich natürlich, gehöre ich nun doppelt und dreifach zu denen, die sich wegen Coronavirus Sorgen machen sollten?

Krebs, Immunsystem und Coronavirus – viele Fragen

Ich denke mal, ich bin nicht die Einzige, die sich über ihr Immunsystem nach Krebs Gedanken macht.

Folgende Berichte habe ich gefunden:

Langzeitüberleben nach Krebs: Wie lange ist ein Krebspatient ein Krebspatient? (von der Krebsgesellschaft)

Allerdings schweigt sich dieser Artikel über Folgen für das Immunsystem aus. Zu den Langzeitfolgen gehören Fatigue (ja, leider) und einiges mehr. Aber von einer dauerhaften Schwächung des Immunsystems ist nicht die Rede. Wobei die Schlafstörungen, die erwähnt werden und unter denen ich inklusive Müdigkeit, Erschöpfung, leide, natürlich auch nicht gerade gut für ein gesundes Immunsystem sind.

Auswirkung der Krebsbehandlung auf das Immunsystem

Auch dieser Artikel bringt wenig Erhellendes zum Thema Krebs, Immunsystem und Coronavirus.

Mein Fazit und meine Coronavirus Vorsorge

Wirklich etwas Informatives habe ich im Internet nicht gefunden. Meine Ärzte meinten das könnte zwei, drei Jahre dauern, bis das Immunsystem wieder auf voller Höhe wäre. Da bin ich drüber hinaus. Was mir aber etwas Sorgen bereitet ist eben, dass ich sehr schlecht schlafe, oft sehr müde und wenig ausgeruht bin. Ich bin dazu noch oft depressiv, mache mir selbst viel Stress. Ich habe oft Abends Fieber. So richtig gesund sieht anders aus. Ob ich nun wirklich zur Risikogruppe gehöre und mir mehr Gedanken machen muss? Ich bleibe einfach vorsichtig und darüberhinaus habe ich folgende Maßnahmen ergriffen, die ja nicht so ganz verkehrt sein können:

  • Noch regelmäßigeres Hände waschen (geht eigentlich kaum, aber jetzt wasche ich mir sogar die Hände, wenn der Paketbote da war). Mindestens 30 Sekunden. Inzwischen mit abtrocknen.
  • Versuch nichts mit den Händen anzutatschen (ich bin neulich mit der Bahn gefahren. Es gibt genug Menschen, die unbedingt auf den Knopf drücken wollen, da muss man nicht ganz vorne mit dabei stehen).
  • Abstand halten.
  • Einkaufen gleich morgens um 8.30 Uhr, wenn wenig los ist. Bzw. um 7.30 Uhr Brötchen holen, wenn auch noch nicht so viele Menschen unterwegs bin. Ich hab zum Glück einen Bäcker, bei dem ich mit Hund Brötchen kaufen kann.
  • So wieso weniger Einkaufen.
  • Viel trinken, schon um die Nachwirkungen der Bestrahlung, immer trockener Mund, zu lindern. Trockene Schleimhäute sind nun mal ein Problem.
  • Zistrosentee und Zistrose Kapseln nehmen. Die Zistrosenkapseln teile ich mir mit meinem Hund, die Kleine bekommt sie allerdings vorbeugend gegen Zecken (ob es was nutzt? Bislang hatte sie noch keine Zecke, aber wir haben ja auch erst März). Zistrosentee für ein starkes Immunsystem.
  • Vitamin C, Vitamin D (da hatte ich tatsächlich ein Mangel), Zink.
  • Für den Notfall habe ich meine Hausapotheke aufgerüstet, damit ich nicht wegen einer kleinen Erkältung gleich los muss.
  • Ein klein wenig habe ich auf Vorrat gekauft, damit ich auch mal ein paar Tage nicht aus dem Haus muss. Aber überschaubar, es ist eben alles für zehn Tage da. Bei einem Ein-Personen-Haushalt mit Hund bedeutet das aber eigentlich nur: Eine Tube Zahnpasta extra, eine Packung Toilettenpapier mehr im Haus und etwas mehr Müsli und Saft im Schrank. Tee (grüner Tee, Einschlaftee, Zistrosentee, Kräutertee etc.). Achja, zwei Mal Lasagne, zwei Mal Pizza und ein anderes Fertiggericht. Seife hatte ich mir von Gran Canaria reichlich mitgebracht, da gab es so eine tolle Aloe Vera Seife, bei der ich nicht widerstehen konnte, die reicht für ein Jahr.
  • Handtücher nur ein oder zwei Tage nutzen und dann gleich waschen (statt drei oder vier Tage).
  • Weniger weggehen. Wobei das eh überschaubar war. Sportstudio habe ich aber erstmal gestrichen.

Auf den Kauf von Desinfektionsspray habe ich verzichtet, ich mag das nicht, und mir reicht gründliches Händewaschen aus. Masken habe ich ebenfalls nicht gekauft.

Ich denke, viel mehr kann man selbst – für sich – eh nicht tun. Für andere: Besser mal drinnen bleiben, insbesondere wenn man sich nicht so fühlt. Wenn man sich gut fühlt, für andere, ältere auch was mitbringen.

Hier ein Bericht darüber, wie eine Erkrankung mit Coronaviren ablaufen kann und was den Virus so tödlich macht:

Krankheitsverlauf Coronavirus

 

Veröffentlicht von

Anabell

45 Jahre, weiblich, Krebsart: Pharynxkarzinom, genauer: Oropharynx (T3). Und mehr über mich hier im Blog. Oder hier: Wer ich bin.

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