Fatigue macht mir zu schaffen

Also was mich ein Jahr nach Ende der Bestrahlung bzw. Ende der Krebstherapie noch wirklich wirklich nervt ist die ständige Erschöpfung, Müdigkeit bzw. Fatigue. Und ich kann nichts dagegen tun. Also einfach mal zehn Stunden schlafen und ich bin nicht mehr Erschöpft, das klappt nicht. Denn nach sechs Stunden schlaf bin ich nicht mehr müde. Aber eben weiterhin erschöpft. Nervig. Mittags lege ich mich meist eine Stunde hin, danach ist es, wenn ich einschlafen konnte, meist für drei, vier Stunden etwas besser, aber danach tun mir wieder die Musklen weh, so erschöpft bin ich. Und danach muss ich mich wach halten bis etwa Mitternacht, damit ich eine Chance habe, bis ca. 8 Uhr zu schlafen. Ich hab nämlich keine Lust bereits um 5 Uhr aus dem Bett zu fallen. Zumal sich dann ja auch nur alles verschieben würde.

So halbwegs habe ich diese Fatigue mit einem gewissen Zeitmanagement im Griff. Aber teilweise ist es wirklich sehr anstrengend über den Tag zu kommen. An Tagen an denen wir zum Beispiel größer Einkaufen fahren (was ich inzwischen versuche zu vermeiden, früher war es Hobby), brauch ich gar nicht mehr über Arbeiten oder Kochen nachdenken. Das sind die Tage wo ich Abends lustlos mein Müsli in mich reinlöffle und mein Mann froh sein kann, wenn ich ihm was aus der Friteuse mache. Aber er kennt das ja inzwischen.

Auch unser Hund weiß, dass es einfach Tage gibt, an denen ich eben keine Stunde mit ihm durch die Gegend spazieren kann. Dabei kann man das noch nicht mal Sport nennen, denn er ist ein absoluter Bummelfrosch. Und an Pausen mangelt es einem wirklich nicht, wenn man mit ihm durch die Gegend zieht. Aber meinen müden Knochen ist es egal ob sie stehen oder laufen, zumindest wenn sie einfach nur aufs Sofa wollen. Argh ….

Seltsame Stimme

Mein Geld verdiene ich ja mit Webseiten auf denen auch für Produkte geworben wird. Ich habe zum Beispiel eine Seite über unseren Labrador Tonko mit sehr vielen Bildern und vor allem Texten. Texte und Bilder sind ja auch kein Problem, aber wenn es in den Bereich Produkte geht oder sogar nur wenn es um den Bereich Kochen oder Backen geht, dann sind natürlich Videos viel besser geeignet, um Leserinnen und Leser anzusprechen. Jetzt habe ich aber seit meiner Krebserkrankung nicht nur ein Problem mit dem Essen und mit dem Durchhaltevermögen sondern eben auch mit meiner Stimme. Die ist eben komplett anders.
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Müslisituation verworren :-) – Aber ich werde satt

So, wir sind jetzt seit fast drei Monaten wieder auf Gran Canaria. Insgesamt lebt es sich hier ziemlich gut, die Situation mit dem Essen nervt mich ab und an ziemlich. Vor allem wenn ich mit meinem Spanisch den Spaniern erklären muss, warum ich gerade nichts essen kann. Zum Beispiel wenn es an der Schinkentheke eine Scheibe Schinken zum probieren gibt. Seufz. Bei Käse finde ich das ja gut, jetzt eine sehr gute Ausrede zu haben, aber bei leckerem Schinken?
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Es geht nach Gran Canaria zurück

Morgen ist es soweit, es geht zurück nach Gran Canaria. Dort haben wir bereits bis April 2015 gelebt, wir sind nur nach Deutschland zurück, da meine Mutter an Lungenkrebs erkrankt ist. Das ich dann gleich auch noch Krebs bekomme, war irgendwie so nicht eingeplant und hat den Aufenthalt in Deutschland dann noch zusätzlich verschlimmert. Leider ist meine Mutter ja im Mai an ihrer Krebserkrankung gestorben und so hielt uns bislang nur noch mein Krebs in Deutschland auf.
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Joghurt und Müsli…

Seit dem die PEG raus ist, ernähre ich mich hauptsächlich von Joghurt und Müsli. Dafür, dass ich sowohl Müsli als auch Joghurt früher eher gehasst als gemocht habe …
Seit dem die Erdbeerzeit vorbei ist, ist es ein selbst gemischter Orangenjoghurt und dazu entweder Haferflocken und klein gehackte Schokolade oder gleich ein Schokoladenmüsli.
Aber ab und an hät ich doch gerne mal wieder was richtiges zu essen, seufz. Aber immerhin verhungere ich ohne PEG nicht.

PEG kommt endlich raus

Morgen ist es soweit, wenn alles gut geht, kommt die PEG raus. Gemacht wird das im Krankenhaus Winsen. Termin ist um 11 Uhr. Mir ist etwas flau im Magen, wenn ich an Morgen denke. Das ist zwar kein Eingriff, der unter Vollnarkose etc. ausgeführt wird, aber ich hab schon wieder geträumt, dass ich ohne Loch im Hals rein gehe und mit Trachealkanüle wieder raus komme. Argh.
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Heute undenkbar – Zigarettenstopfmaschine vor einem Jahr

Vor ziemlich genau einem Jahr hab ich zusammen mit meinem Mann ein lustiges Webprojekt ins Leben gerufen. Da wir beide damals ja noch rauchten, Zigaretten in Deutschland aber ziemlich teuer sind, haben wir unsere Zigaretten ja gestopft. Ich hab immerhin zwei bis drei Schachteln am Tag geraucht. Diese Zigaretten aber komplett zu stopfen, hat uns ziemlich viel Zeit gekostet, schließlich mussten ja auch noch ein bis zwei Päckchen pro Tag für meinen Mann gestopft werden. Mit den herkömmlichen kleinen Zigarettenstopfmaschinen war das kaum zu schaffen. Mit den Ritsch-Ratsch-Geräten war das ein echter Zeitkiller. Da ich ein unheimlich fauler Mensch bin, bin ich natürlich bald auf die richtigen Zigarettenstopfmaschinen gestoßen. Mit denen war unser Problem gelöst, die tägliche Ration an Zigaretten war für uns beide nun in zehn Minuten zusammenzustopfen.
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Krebsdiagnose vor einem Jahr

Irgendwie teile ich mein Leben ja inzwischen in »Vor der Krebsdiagnose« und »nach der Krebsdiagnose« ein. Ist aber auch nicht verwunderlich, schließlich ist es doch ein sehr einschneidendes Erlebnis, wenn man so mit der eigenen Sterblichkeit konfrontiert wird. Und wenn die Konfrontation noch in drei Wochen Krankenhaus, Trachealkanüle, PEG Sonde zur Ernährung, Chemotherapie und Bestrahlung gipfelt, dann ist das wohl kaum noch zu toppen.
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Gut zugenommen – Gewicht ist langsam wieder normal

Da ich ja meine PEG los werden möchte, habe ich begonnen mir etwas Speck auf die Rippen zu futtern. Ich hab nämlich die Befürchtung, dass es ohne PEG erst einmal etwas schwieriger wird, meine Kalorienzahl zusammen zubekommen, denn noch klappt es ja nicht 100 Prozent mit dem Schlucken. Und da dann 2000 Kalorien am Tag richtig Essen (oder auch Trinken) Zeitintensiv wird, kann es schon mal passieren, dass das in den ersten Tagen der Umstellung nicht immer so klappt.
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PEG Entfernung

So, nachdem ich mich zumindest mit Suppen und Joghurt recht gut ernähren kann und spätestens, wenn die Zähne gemacht worden sind, noch einiges mehr möglich sein wird und ich es auch geschafft habe, mein Gewicht deutlich zu steigern, bin ich ja der Meinung, dass die PEG endlich mal raus kann. Das ist zwar nett und schön bequem mit dir, aber sie nervt dann doch.
Also war ich gestern bei meiner Hausärztin, die hat mir auch erklärt, wie die entfernt wird und die hat mir eine Überweisung für einen Gastroenterologen / Internisten ausgestellt. Dann hat sie mir noch eine Liste gegeben, mit solchen Ärzten hier in der Umgebung. Mit dem Hinweis, dass ein Termin bei einem Facharzt ja auch etwas dauern kann.
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