Immunsystem nach Krebs

Aus gegebenen Anlass (Coronavirus) mache ich mir natürlich etwas Sorgen um meine Gesundheit. Denn überall liest man ja, Coronavirus ist ja nicht so schlimm, wenn man nicht so alt ist und natürlich gesund. Ist man aber älter (ab 50, teilweise ab 60 oder 70, kommt ein wenig auf die Quelle an) und hat man dazu noch Vorerkrankungen (teilweise oder hat man Vorerkrankungen), darf man sich bei einer Infektion auf einen schweren Verlauf einstellen und die Wahrscheinlichkeit steigt eben signifikant an, das das eigene Ableben quasi mit Corona angeklopft hat.

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Zwei sichere Ereignisse gibt es …

In unserem Leben gibt es tatsächlich nur zwei wirklich sichere Ereignisse:

  • Wir werden geboren.
  • Wir sterben.

Es sind tatsächlich die beiden einzigen Ereignisse, die sind. Ob wir Kinder haben werden, heiraten, glücklich sind, oder traurig. Ob wir geliebt werden. Alles nicht vorhersagbar.

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Nächste Untersuchung im November

Nachdem ich im April meinen halbjährlichen Krebs-Check-Up geschwänzt habe (schließlich war ich erst im März beim MRT und CT und beides ohne Befund), habe ich mir für November nun einen Termin in meinem Krankenhaus in Deutschland gesichert. Da ich nicht mehr in der deutschen Krankenkasse bin gelte ich nun auch dort als Privatpatientin und habe daher einen Termin beim Chefarzt, der, so wurde mir versichert, meinen Hals ja auch kennen sollte, schließlich habe er mich ja operiert. Ok, das ist natürlich ein Argument.

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Viel passiert – Ein Schicksalsschlag mehr

Irgendwie reicht es mir ja langsam. Erst erfahren wir, dass der neue Freund der Tochter meines Mannes gestorben ist, dann ich, dass meine Mutter Lungenkrebs hat (da ging es ihr noch gut). Wir gehen nach Deutschland zurück. Dort bekommt erst meine Schwägerin Brustkrebs (der geht es heute so weit gut) und dann bekomme ich meinen Krebs. Dann überstehe ich meinen Krebs inklusive Bestrahlung und Chemotherapie und trotz Kanüle im Hals ganz gut, dann stirbt meine Mutter. Nach Beerdigung etc. gehen wir zurück nach Gran Canaria, dort stribt unser bester Freund. Und jetzt stirbt mein Mann.

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Erschöpfung schränkt immer mehr ein – Fatigue wird schlimmer

Ich dachte ja, desto länger meine Chemotherapie und Bestrahlung (und damit hoffentlich auch die akute Krebserrkankung) zurückliegen, desto besser wird es mir gehen. Teilweise stimmt das auch, zwar verzeichne ich immer mal wieder tagesformbedingte Rückschläge beim Essen, aber gerade was das betrifft, geht es mir langsam immer besser.

Einzig meine Kondition lässt weiterhin schwer zu wünschen übrig und schränkt mich derzeit auch wirklich sehr ein. Meine Fatigue hat sich gerade in den letzten Tagen stark verschlimmert. Inzwischen stehe ich morgens auf und bin direkt müde und erschöpft, bis vor zwei Wochen war das erst am Mittag der Fall. Es stört sogar beim Arbeiten. Ich arbeite gerade an einer Seite zu Grillpavillons und möchte da etwas völlig neues ausprobieren, was die Programmierung betrifft. Aber ich komme da nicht weiter und ich bin schon kurz davor, der Grillpavillon Seite doch ein WordPress aufzudrücken. Und auch bei den Seiten für die Nischenseiten Challenge komme ich nicht wirklich weiter. Denn auch dort will ich was eigenes Programmieren (siehe auch Traumjob Internet).
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Mundtrockenheit ein Jahr nach der Bestrahlung und die Sache mit dem Essen

Zeit für ein kleines Fazit. Vor über dreizehn Monaten ist ja meine Bestrahlung zu Ende gegangen. Eine fürchterliche Zeit, auch die ersten Tage danach habe ich zwar kaum noch in Erinnerung, weil es mir da so schrecklich schlecht ging, aber ich weiß eben noch, wie schlecht es mir ging. Alleine, dass ich aus den letzten Wochen kein einziges Foto habe, sagt alles. Normalerweise mache ich ständig Fotos mit meinem Handy, nicht von mir, nein, eher von unserem Hund.

Damals meinte der Arzt bei der Strahlenklinik, ich könnte in ein paar Wochen wieder Steak essen.

Tsja, wie sieht es denn heute aus? Heute noch leide ich unter trockenem Mund. Aus dem Haus gehe ich eigentlich nur mit Wasserflasche. Habe ich sie vergessen, wird unterwegs eben eine neue Flasche gekauft. Essen geht teilweise gar nicht. Ich habe zwar einige Gerichte gefunden, die ich ganz gut essen kann, aber noch heute passiert es mir, wenn ich etwas erwische, was ich zu lange im Mund habe und doch nicht schlucken kann, dann ist rum. Dann habe ich keine Lust mehr. Das passiert mir besonders häufig mit eigentlich weichen Brötchen. Sind sie zu weich, dann schaffe ich es meistens nicht. Keine Ahnung warum, aber ich weich dann meist auf meinen Joghurt aus.
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Krebs ist manchmal einfach nur Pech

Ich habe gerade einen interessanten Artikel darüber gelesen, dass die Entwicklung einer Krebserkrankung oft stark vom Zufall abhängt. Es ist demnach bei einigen Krebsarten einfach nur Pech, dass sich beim Teilen der Zellen Fehler einschleichen und am Ende einer Fehlerkette schließlich eine Krebserkrankung stehen kann. Krebs aus Zufall? Wer an Krebs erkrankt hat häufig einfach nur Pech. Finde ich zwar aus Sicht eines Gesunden jetzt nicht sehr beruhigend, aber für Menschen, die bereits an Krebs erkrankt sind, ist es vielleicht etwas tröstlich zu wissen, dass es nicht die eigene Schuld gewesen sein muss.

Wieder eine Tumornachsorge überstanden

Am Montag war ich mal wieder bei der Tumornachuntersuchung im Krankenhaus. Wie ich das hasse. Krebs zu haben bzw. wegen Krebs operiert worden zu sein – das ist das eine. Diese ständige Angst danach, dass der Krebs wieder kommen könnte, das ist ja noch was ganz anderes. Und dann noch regelmäßig zum Krebs-Tüv zu müssen, argh … nicht schön.
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