Vorbereitung Bestrahlung – Maske anpassen in Bestrahlungsklinik

So, im Moment warte ich ja darauf, dass die nächste Runde meiner Behandlung weiter geht. Wegen Weihnachten und Silvester verschiebt sich das ganze ein wenig. Als nächstes steht ja im Kampf gegen den Krebs eine kombinierte Bestrahlungs-Chemotherapie an. Die Bestrahlung wird wohl sechs oder sieben Wochen dauern und wird jeweils fünf Mal die Woche über die Bühne gehen. Und das ganze dann in St. Georg, gleich um die Ecke vom Hamburger Hauptbahnhof. Die Chemotherapie hingegen wird ganz wo anders sein, diese werde ich wohl im Krankenhaus in Reinbek erhalten.

Irgendwie kompliziert. Heute war ich nun in der Strahlenklinik. Erst wusste da wieder niemand was mit mir anzufangen, da man mich mal wieder im Computer nicht gefunden hat. Dann ging es aber doch weiter. Und zwar wurde heute die Maske angepasst für die Bestrahlung. Auf der Maske wird dann eingezeichnet, wo bestrahlt wird. Und da ich ja den Krebs an der Rachenhinterwand hatte, ist es natürlich eine Gesichtsmaske.

Für die Maske musste ich in zwei Zimmer. Im ersten Zimmer wurde die Maske selbst angelegt und angepasst. Die Maske besteht wohl aus irgendeinem Kunststoff. Dieser liegt zuvor in einem Wasserbad. Dann wird dieser Kunststoff von zwei Personen aufs Gesicht gedrückt. Der Kunststoff ist nicht Luftdurchlässig. Daher ist es etwas unangenehm, solange die Löcher für die Nase bzw. in meinem Fall vor allem für die Tracheotomie noch nicht gemacht worden sind. Dazu ist der Kunststoff erst etwas warm. Zwar aushaltbar, aber das ganze fühlt sich schon sehr seltsam an. Aber zum Glück dauert das nicht wirklich lange, bis aus dem Kunststoff eine Maske geworden ist.

Achja, bevor der Kunststoff aufs Gesicht und den Hals kommt, muss man wie früher beim Kieferorthopäden, auf eine verformbare Masse beißen für einen Abdruck. Mit dem Abdruck im Mund wird dann die Maske angepasst.

Ist das ganze erledigt darf man sich kurz wieder anziehen und muss zwei, drei Türen weiter gehen.

Dort darf man sich dann wieder oben rum nackig machen, muss wieder erklären, dass man nix künstliches am Leibe hat, auch keine falschen Zähne und dann darf man sich wieder hinlegen. Dann gibt es den gerade gemachten Abdruck von den Zähnen in den Mund und die Maske auf. Die Maske wird außerdem fixiert, so dass man sich nicht mehr wirklich mit dem Kopf bewegen kann. Aber ist ja klar, schließlich sollen die Strahlen bei der Bestrahlung zielgenau dort landen, wo die bösen Krebszellen sein können und nicht irgendwo. Dann ging es durch die Röhre, ein MRT wurde gemacht, zum Glück ohne Kontrastmittel und ohne Atemkommandos. Das ganze hat vielleicht drei Minuten gedauert. Allerdings musste ich gleich zwei Mal ran. Irgendwie hat die Dame dort bei mir die Zahnschiene vergessen. So hatten wir dann ein MRT ohne Zahnschiene und eins eben mit. Aber es war wie gesagt leicht zum aushalten.

Das ganze hat 45 Minuten gedauert, mehr nicht.

Weiter geht es dann mit der Strahlentherapie im neuen Jahr. Auf meinem Zettel steht Simulator.

Achja, mit der Maske klinge ich passenderweise zum neusten Star Wars Film nicht nur wie Darth Vader, nein, ich sehe auch beinahe so aus. Ok, die Maske scheint eher weiß zu sein, nicht schwarz. Hm. Dann bin ich wohl Darth Vader, der sich als Sturmtruppler tarnt 🙂

Radiochemotherapie

Irgendwie wird jeder Krebs wohl anders bekämpft. In meinem Bekanntenkreis kämpft eine Frau in meinem Alter gerade gegen Brustkrebs. Operation hat sie wohl erfolgreich überstanden. Derzeit ist sie in Chemotherapie und anschließend wird sie wohl in die Bestrahlung gehen.

Ich gehe mit meinem Krebs gleich in das volle Programm. Und man gönnt mir gleich eine kombinierte Strahlen- und Chemotherapie. Angeblich soll das erfolgreicher sein und die simultane Radiochemotherapie verbessert wohl nicht nur das Therapieergebnis, sie verkürzt eben auch die Behandlungsdauer für die Patienten. Und wenn ich meinen Terminplan so richtig im Kopf habe, habe ich ja bereits in der zweiten Märzhälfte wieder einen Termin im Krankenhaus Winsen in der Tumorsprechstunde habe.

Nichtraucher bleiben – Kleine Tricks zum ablenken

So ein paar kleine Tricks habe ich, damit ich auch ja Nichtraucherin bleibe. Neben dem mehrmaligem Lesen von Allen Carr Endlich Nichtraucher sind das:

  • Notfalls anfangen was aufzuräumen. (Nur im schlimmsten Notfall.)
  • Zähne putzen.
  • Ein Becher Brühe zubereiten und dann, wenn genügend abgekühlt, langsam löffeln und/oder trinken. Schon das Zubereiten lenkt ab.
  • Inhalieren.
  • Glas Wasser trinken.
  • Mit dem Hund rausgehen.
  • Die Szene in The Mentalist vorstellen: Und immer wenn Sie eine rauchen wollen, dann stellen Sie sich einen kleinen fetten Zigarettenfabrikanten vor, der sich über Sie totlacht.
  • Das Buch Endlich Nichtraucher immer griffbereit haben, um immer mal wieder lesend den Inhalt aufzufrischen.

Wobei ich das Rauchen nicht vermisse. Ich hab schließlich das Rauchen nicht aufgegeben, sondern mit meiner Selbstvergiftung aufgehört. Nur manchmal juckt es so ein wenig. Da es ja in der Wohnung immer noch Zigaretten und Feuerzeuge gibt, wäre der Schritt nicht so weit weg. Aber bislang habe ich eigentlich keine großen Probleme damit, dem Stinkefeind aus dem Weg zu gehen.

Ich bin übrigens in der beneidenswerten Lage mir trotz Nichtraucher werden keinerlei Gedanken über mein Gewicht machen zu müssen. Im Krankenhaus habe ich fünf Kilogramm abgenommen und davor auch schon fünf Kilogramm. Eigentlich hab ich glaub jetzt mein Idealgewicht. Dennoch soll ich wieder zwei, drei Kilogramm zunehmen. Und da ich ja selbst nur wenig essen kann, bekomme ich den Hauptteil meiner notwendigen Vitamine und Kalorien über Sondennahrung direkt per Magensonde. Ich hab also ziemlich gut im Griff, wieviel und was ich gerade esse. Eine halbe Liter Flasche Sondennahrung von Hipp sind schließlich genau 750 Kalorien.

Normalerweise würde ich ja mit Sport gegen arbeiten. Aber das geht im Moment ja schlecht, daher muss mit dem Hund aus gehen reichen.

Nichtraucherin Mit dem Rauchen natürlich aufgehört

Seit dem 17. November 2015 bin ich nun Nichtraucherin. Es ist zwar unsäglich doof so lange zu warten, bis man dann tatsächlich an Krebs erkrankt und dann erst mit dem Rauchen aufzuhören, aber besser spät als nie. Ich kenne tatsächlich auch Menschen, die eine Krebsdiagnose erhalten haben und munter weiter geraucht haben. Oder auch den einen oder anderen, der erst während der Chemotherapie aufgehört hat.

Ich hätte ja gerne schon zum ersten Krankenhausaufenthalt von vier Tagen mit dem Rauchen aufgehört. Aber irgendwie hat das nicht geklappt. Ich musste ja noch fünf Tage auf das Ergebnis warten und das war natürlich die willkommene Ausrede, weiter zu qualmen. Und zu Hause habe ich dann zwar mehrfach den Versuch unternommen, aber meist war spätestens Mittags Schluss mit dem Willen.

Also habe ich zum endgültig aufhören die Strategie Hilfsmittel Krankenhaus gewählt und vor meinem Termin dort noch das Buch Endlich Nichtraucher von Allen Carr gelesen. Am Tag der Einweisung kam ich dann Abends auf neun Zigaretten, um 21.55 Uhr habe ich dann die letzte ausgemacht. Und seit dem habe ich keine mehr angezündet. Zwar hat man mir dann während der Operation (immerhin ging die erste Schlafphase über zwei Tage) noch ein Nikotinpflaster aufgeklebt, da man wohl auf Nummer sicher gehen wollte, aber seit dem schaffe ich es locker ohne solche Hilfsmittel.

Natürlich habe ich mir auch eine App fürs Handy besorgt. Heute gibt es für alles eine App also gibt es auch eine App zum Nichtraucher werden. Quit Now heißt meine. Nach der bin ich nun seit fast 27 Tagen Nichtraucher und habe dabei 1534 Zigaretten nicht geraucht. Immerhin sind das 322,73 gesparte Euro und gut 6 Tage gesparte Zeit.

Wobei das mit der gesparten Zeit stimmt so nicht. Ein Großteil meiner Zigaretten habe ich ja so nebenher geraucht. Und ob ich als Beifahrerin nun Rauche oder nicht, das spart ja nicht wirklich Zeit. Aber morgens bin ich nun wirklich schneller, die obligatorischen erst mal wach werden Zigaretten haben ziemlich aufgehalten.

Achja, auch gesundheitlich hat sich schon eines durch das mit dem Rauchen aufhören bei mir getan. Zum einen befindet sich der Co- (Kohlenmonoxid) und 02-Pegel (Sauerstoff) wieder auf Normalwert und zum anderen ist mein Infarktrisiko bereits gesunken. Meine Geruchs und Geschmacksnerven haben sich angeblich regeneriert. Davon merke ich aber noch nichts, aber ich hatte ja auch noch die Operation am Hals. Und da ich ja nicht durch die Nase atme dank der Kanüle, rieche ich eh kaum etwas. Aber die Normalisierung der Atemwegsfunktionen kann ich bestätigen und das ich mit der körperlichen Abhängigkeit schon lange durch bin ebenfalls.

Der letzte Meilenstein, den ich laut App komplett geschafft habe, war vor ein paar Tagen die Verbesserung der Durchblutung, Hautfeuchtigkeit, sowie das Verschwinden von vorzeitigen Falten. Es fehlt allerdings noch einiges, so habe ich erst zu 29 Prozent meine Kondition verbessert. Aber es geht aufwärts 🙂

Mir fehlt außerdem nichts. Rauchen ist Schwachsinn gewesen und hat mir null gebracht. Die einzigen halbwegs Zigaretten, die einen Hauch von Sinn gehabt hatten, waren die Zeitmesserzigaretten. Also, wenn man warten musste, konnte man anhand der gerauchten Zigaretten ungefähr erahnen, wie lange man schon wartet. Aber um das zu messen wurde ja eigentlich die Uhr erfunden 🙂

Manchmal lauert in meinem kleinen Kopf noch das kleine Abhängigkeitsmonster und flüstert: Na, normalerweise würdest du doch jetzt eine rauchen, tus doch einfach. Aber ich bleib stark. Schließlich ist die Situation auch ohne dämliche Zigarette gut.

Achja. Jetzt läuft ja der neue Star Wars Film an. Ich war schon seit Jahrzehnten nicht mehr im Kino. U.a. weil man da ja nicht rauchen darf. Aber im Januar werde ich dann doch ins Kino gehen und mir wird das nichts ausmachen, dass im Kino Rauchverbot ist 🙂

Erste Mal sprachlos einkaufen

Heute war ich zum ersten Mal seit der Entlassung aus dem Krankenhaus und meiner neuen Sprachlosigkeit ganz alleine einkaufen. Und damit es auch richtig lustig wird, habe ich noch die Pfandflaschen mitgenommen. Neben meinem Einkaufszettel hatte ich noch einen Zettel für die Fleischtheke mit. Als erstes der Hinweis, dass ich derzeit nicht sprechen kann und dann meine beiden Wünsche. Lustig würde es, falls sie eins von beiden nicht haben sollten. Aber dann kann ich ja was neues aufschreiben.

Am Flaschenautomat war es ganz lustig. Erst hat der Automat gesponnen, weswegen die Frau hinter mir sofort bereit war, rein zugehen und Bescheid zu sagen. Dann haben sich etwas später hinter mir zwei über mich unterhalten, als wenn ich nicht da wäre. Viele Menschen asozieren lustigerweise: Nicht reden können = auch nichts hören können. Und ganz am Schluss hat mich sogar eine auf meine beiden Narben links und rechts am Hals angesprochen. Ihr Bruder hatte wohl eine ähnliche Operation. Nunja.

Im Laden war ich dann sehr aufmerksam. Ich gehe da öfters einkaufen, also werde ich dort auch gegrüsst. Also habe ich dann jedesmal sehr freundlich zurückgewunken. Die eine oder andere Verkäuferin war zwar irritiert, aber das wird schon.

An der Fleischtheke hat das mit dem Zettel gut geklappt. Ich hatte den schon zu Hause vorgeschrieben, damit man ihn auch ja lesen kann 🙂

Bei der Bäckerei, die vorne dran ist, hätte mich der Zettel nicht weiter gebracht. Das Brot was ich haben wollte, war natürlich aus. Aber mit Händen und Fingern habe ich dann ein anderes Brot ausgesucht bekommen und die Verkäuferin war auch sehr nett.

Immerhin. Ich habe alles bekommen, hab mich an die Fleischtheke getraut und alles gut.

Ich hab zwar etwas länger gebraucht, das hing aber eher damit zusammen, dass ich zwei, drei Dinge nicht aufgeschrieben hatte.

Rauchen aufhören – So erholt sich der Körper

Ja, das Schöne, wenn man mit dem Rauchen aufhört, ist, die Regeneration im Körper ist eigentlich recht schnell spürbar. Selbst wenn man gerade eigentlich recht krank ist und sich von einer Krebsoperation erholt.

Angeblich haben Raucher, die vor dem 35. Lebensjahr aufhören, die gleiche Lebenserwartung wie Nichtraucher. Dafür bin ich aber nun wirklich zehn Jahre zu spät 🙂 Wobei das übrigens auch nicht heißen soll, dass man mit 18 ruhig mit dem Rauchen anfangen darf, solange man einfach bis 35 wieder aufhört. Zum einen ist Aufhören nicht immer so einfach und zum anderen gibt es sicherlich auch die eine oder andere Krebsart, die diese Statistik nicht kennt.

Aber die Regeneration geht eben schnell und hier sind einige Punkte, die ich laut einer Liste bereits absolviert habe, seitdem ich mit dem Rauchen aufgehört habe:

  • Bereits 20 Minuten danach fällt der Blutdruck und die Temperatur von Händen und Füßen steigt auf den Normalwert.
  • Bereits acht Stunden danach (das ist so die Zeitspanne, bei der die meisten Raucher mit schlafen fertig sind und sich nach dem Aufstehen wieder eine Zigarette anzünden) hat der Kohlenmonoxidgehalt des Blutes wieder Normalwert.
  • 24 Stunden nach Rauchstopp verringert sich das Herzinfarktrisiko.
  • Zwei Wochen bis drei Monate später ist die Durchblutung verbessert und die Lungenkapazität erhöht sich um bis zu 30 Prozent.
  • Ein bis neun Monate später lässt der Husten nach, man ist weniger kurzatmig und wacher. Die Lunge kann sich außerdem besser vor Infektionen schützen.

Und so weiter und so weiter.

Wobei ich als Raucherin wohl eine chronische Bronchitis hatte (steht jedenfalls in meinem Patientenbrief aus dem Krankenhaus), aber eigentlich fast nie gehustet habe. Den typischen Raucherhusten hatte ich nicht. Dafür huste ich jetzt wie bekloppt, aber das liegt ja an der Kanüle in der Luftröhre. Wobei das Husten auch schon etwas besser geworden ist, wenn ich das so mit vor drei Wochen vergleiche. Einmal Kanüle wechseln und ich hatte eine halbe Stunde Spaß. Jetzt habe ich mich schon nach zwei, drei Minuten an den neuen Fremdkörper in der Luftröhre gewöhnt.

Achso: 15 Jahre nach dem man mit dem Rauchen aufgehört hat, sind alle Risiken (ich nehme mal an, es sind die gesundheitlichen Risiken gemeint) auf das Niveau eines Nichtrauchers gesunken. Das wäre dann ja bei mir mit 60 der Fall. Wenn ich so alt werde.

Entlassung aus dem Krankenhaus

Endlich. Ich werde aus dem Krankenhaus entlassen. An einem Sonntag. Die netten Leute hier packen mir jetzt auch ganz viele Sachen ein, damit ich bis Montag bzw. Dienstag auch überlebe: Meine Schmerzmittel ebenso wie noch zwei, drei Flaschen Sondennahrung und die entsprechenden Packs, damit ich auch nicht verhungere. Die sind einfach nur nett hier im Krankenhaus. Aber so lieb und nett hier alle sind, ich freue mich auf zu Hause. Eigenes Bett, eigene Dusche, alle Klamotten zur Auswahl und vielleicht fällt mir da das Essen ja auch leichter

Das ist das einzig negative hier im Krankenhaus (ok, die eine Ärztin vielleicht noch, grmpf): Das Essen oder das was sie mir als solches hinstellen. Seufz. Jetzt hatte ich mich gerade wieder an selbstgemachtes Püree gewöhnt, da kommen die mir hier mit alles klebenden Nato-Kit.

Aber ab heute bin ich ja wieder zu Hause, bei Mann, Hund und der eigenen Küche. 20 Tage war ich im Krankenhaus, drei Operationen hab ich überstanden, vier, wenn ich das legen der PG als Operation werte.

Wann darf ich endlich Duschen?

So. Eine spannende Frage bleibt ja. Wann darf ich endlich wieder Duschen ode gar Haare waschen. Seit dem ich im Krankenhaus bin konnte ich mich ja wenn nur waschen. Und das ist wenn man an täglich Duschen gewöhnt ist, doch nur eine sehr notdürftige Art der Säuberung. Aber in den ersten Tagen durfte ich nicht Duschen, weil die Gefahr bestand, wenn ich mit heißem Wasser in Kontakt komme, dass ich an der Halswunde nachblute. Dann war die Schonfrist von knapp eine Woche für diese Nachblutungsgefahr vorbei und es hatte keiner Zeit, mir beim Duschen und Haare waschen zu helfen und wumms lag ich ja wieder unter dem Messer und habe seit dem zwei schicke neue Nähte am Hals wegen der Entfernung der Lymphknoten. Außerdem habe ich letzten Freitag eine PEG verlegt bekommen. Mit diesr dürfte ich seit heute wieder duschen, aber nur mit wasserdichtem Pflaster. Aber ich habe ja immer noch die Nähte.

Also habe ich heute mal gefragt: Heute und morgen werden die Klammern am Hals entfernt und dann dürfte ich theoretisch am Freitag duschen. Doof nur, dass es keine wasserdichten Pflaster gibt. Also wird das wohl auch nichts werden. Am Wochenende soll ich eigentlich entlassen werde. Jetzt bin ich am hin und herüberlegen: Mir noch ein wasserdichtes Pflaster mitbringen lassen? Oder wieder nur Katzenwäsche aber diesmal wenigstens mit Haare unter dem Wasserhahn waschen. Seufzel.

Update:
Es ist Ende Dezember. Mit dem Duschen ist es immer noch nicht so einfach. Das mit der PEG wäre jetzt weniger ein Problem und auch mit dem Luftröhrenschnitt und Wasser komme ich gut klar. Dummerweise habe ich aber ein Pflaster gegen die Schmerzen am Rücken. Fentanyl TAD und das soll nicht mit heißem Wasser zusammen kommen. Denn dann könnte es passieren, dass es durch das heiße Wasser viel zu viele Schmerzhemmer auf einmal absondert und das wäre wohl gar nicht gut. Da ich aber schlecht mit kaltem Wasser duschen kann (bzw. das nicht möchte), dusche ich nun zwei Tage so halb (halt ohne Haare) und am dritten Tag rupf ich mir das Pflaster vom Rücken und dann wird ausgiebig schön warm geduscht und zwar mit Haare waschen. Danach kommt das Pflaster mit den Schmerzmitteln wieder dauf (es ist ein 72 Stunden Pflaster) und gut ist. Find ich einen guten Kompromiss.

Befunde sind da

Endlich sind die Befunde von meiner Operation am Mittwoch da.

Zum einen wurde ich ja beidseitig an den Lymphknoten operiert bzw. diese entfernt. Die Drainage deswegen ist jetzt auch endlich raus. Offenbar hatte ich nur auf einer Seite Krebszellen, die andere war ohne Befund. Klingt schon mal gut. Allerdings ist damit wohl auch klar, dass die Bestrahlung noch etwas nötiger ist.

Und dann hat man ja am Mittwoch noch einmal mit dem Laser an meiner Rachenhinterwand korrigiert. Offenbar konnte da bei der ersten Operation nicht alles an Krebszellen rausgeschnitten werden. Diesmal hat es wohl geklappt, es ist ein sauberer Schnitt geworden. Klingt alles ziemlich gut. Klingt so, als wenn es gelungen wäre, alle Krebszellen aus mir rauszuschneiden und insbesondere den Tumor im Rachen restlos zu entfernen.

Endoskopie hat geklappt – Habe nun Magensonde

So, den Schlauch über die Nase bin ich nun los. Ich hab nun eine schicke PEG. Der Schlauch geht jtzt direkt in den Bauch und ich hab nun einen kleinen Rüssel. Im Moment bekomme ich das erst Mal etwas Wasser über diesen Schlauch, ist wohl heute aber nur ein Testlauf, um mich langsam dran zu gewöhnen. Hoffentlich gibts dann morgen mehr, ich hab langsam Hunger.

Ich bin schon froh, dass die Operation heute geklappt hat. Nach der Operation am Mittwoch, da wurden mir am Hals die Lymphknoten entfernt, war das ja fraglich, da ich den Mund nicht richtig aufbekommen habe. Das lag aber wohl weniger an der Lymphknoten Entfernung als an der zweiten Runde Laser an der Rachenhinterwand. Dafür hat man mir wohl den Mund auf halten müssen und das fand mein Kiefer wie auch meine Zähne nicht wirklich gut. Aber mit Mühe und Not haben die Ärzte heute dann das Teil in meinen Mund bekommen, das sie für die Endoskopie gebraucht haben. Und so stand der PEG nichts im Wege und ich kann am Wochenende, da ja endlich ohne blöden Schlauch durch die Nase, mal raus aus dem Krankenhaus und auch mal unseren Hund wieder sehen. Die Operation ging recht schnell. Nach einer Stunde war ich wieder auf meinem Zimmer.

Nur leider konnte mich mein Mann deswegen heute zum ersten Mal nicht besuchen. Die Endoskopie fand just in der Zeit statt, in der er mich auf dem Weg zur Arbeit besucht hätte. Aber am Samstag ist er ja dann wieder da und am Sonntag bringt er unseren Hund zum ersten Mal mit.

Einzige Nachwirkung nach der PEG Operation heute: Mir tut der Bauch weh als wenn ich einen Bauchmuskelkater hätte. Ich hatte ja sowieso schon Probleme beim Aufrichten bzw. Aufstehen, da meine Nackenmuskulatur plötzlich Stütze benötigt. Nun muss ich mich zum Aufrichten auf den Bauch drehen (was mit einer Kanüle im Hals ja auch nicht so ideal ist) und mich mit den Armen nach oben stemmen. So wie gestern einfach mal über die Bauchmuskeln den Befehl zum Aufrichten an den Rumpf geben ist gerade nicht. [Anmerkung: Das Gefühl mit dem Bauchmuskelkater wurde zwar etwas besser, es tat also nach und nach nicht mehr ganz so weh, aber die Schmerzen an sich blieben. Wurden halt immer schwächer. Es hat tatsächlich gut drei Wochen gedauert, bis ich überhaupt keine Schmerzen mehr an der PEG hatte.]

Achja: Erste Mal duschen darf ich laut den Schwestern von der Abteilung Magensonde am nächsten Mittwoch, aber nur mit wasserdichtem Pflaster. Und es dauert zwei Wochen, bis das ganze so gut abgeheilt ist, dass ich wohl sogar Baden dürfte – aber das geht ja wegen meinem Loch im Hals nicht …

Schmerzen zu Zeit

So, meine Schmerzen, die ich zu Zeit habe. Auf einer Skala von 1 bis 10. Wobei 1 für so gut wie gar kein Schmerz bzw. Schmerzfrei steht und die 10 für grauenhaft und nicht zu ertragen. Wobei man bei dem ganzen ja bedenken sollte, ich bekomme ja zu Zeit auch Schmerzmittel.

Nach der Operation am Mittwoch, mir sind unter Vollnarkose die Halslymphknoten beidseitig entfernt worden, habe ich Schmerzen an Zähnen und Kiefer und zwar ziemlich heftig, ich habe diesen Schmerzen eine 7 gegeben. Was so viel bedeutet wie: Ich gehe bald die Wände hoch.

Die Zunge selbst, die sich immer noch anfühlt, als wenn sie aus Holz wäre, bekommt auf meiner Schmerzskala eine mittelprächtige 5.

Ich bekomme den Mund nicht auf. Das hat keine Punkte auf der Schmerzskala, nervt aber.

Insgesamt würde ich den neuen Wunden am Hals eine 6 geben. Geht also noch. Immerhin fühle ich daher am Hals von der ersten Operation nichts mehr.

Dank der Tatsache, dass ich nur auf dem Rücken schlafen darf und dazu noch im 45 Grad Winkel habe ich inzwischen auch Rückenschmerzen und daher eine 7 auf der Schmerzskala.

Und ich habe luste Probleme mit der Halsmuskulatur. Ich muss mir doch tatsächlich selbst den Hals mit den Händen abstützen, wenn ich mich hinlege oder wenn ich versuche mich aufzurichten. Ich fühle mich wie ein Baby. Denen muss man schließlich auch das Köpfchen stützen. Und im Liegen fällt es mir schwer, den Kopf zu drehen.

Teilweise ist mir extrem warm. Fieber habe ich allerdings keins, jedenfalls nicht, wenn es gemessen wird.

Da wo ich die Magensonde vermute, die ja noch über die Nase verlegt ist, habe ich ein komisches Gefühl. Allerdings wurde das schon getestet, mit der Magensonde ist alles ok. Aber PEG bekomme ich ja trotzdem, dann bin ich auch den Schlauch über die Nase los.

Und ich hab Kopfschmerzen, aber nur eine 3 auf der Skala.

Achja, gleich werde ich für die Verlegung der PEG abgeholt. Bin mal gespannt, wie es dann mit den Schmerzen weitergeht, kommt bestimmt was Neues hinzu?