33 x Bestrahlung in St. Georg

Heute hatte ich Termin in St. Georg, der letzte, bevor es dann morgen mit der Bestrahlung richtig los geht. Die Maske wurde ja schon beim letzten Mal angepasst, ebenso die Zahnschiene. Heute bekam ich beides dann verpasst und auf der Bestrahlungsmaske wurde eingezeichnet wie und wo bestrahlt wird. Das hat einige Minuten gedauert, ich war mal wieder froh, dass ich immer noch die Kanüle im Hals habe. In der Maske hat man mir nur ein Loch für die Nase geschnitten, und ich bin ja nicht so die Nasenatmerin. Das heißt, wenn die Bestrahlung immer einige Minuten dauert, dann werde ich die Trachealkanüle auch erst nach dieser Therapierunde los. Aber das sehe ich wohl erst morgen, wenn die erste Bestrahlung dann gemacht wird.

Am Freitag habe ich dann Termin beim Onkologen in Reinbek, schließlich soll begleitend ja auch die Chemotherapie durchgeführt werden. Über diese weiß ich noch gar nichts, denn da gab es irgendwie eine Terminpanne. Wäre gut, wenn man mir Termine auch mitteilen würde, statt sie nur auszumachen, aber dank der netten Dame in St. Georg hat man mich hier in Reinbek am Freitag noch zwischen quetschen können. Ansonsten hätte die Bestrahlung wohl erst nächste Woche beginnen können.

Immerhin habe ich dann noch die eine Assistentin einige Dinge fragen können. Ich habe insgesamt 33 Bestrahlungstermine. Der morgen ist noch mit einem Arzt, danach sind das wohl recht schnelle Termine. Ich soll damit rechnen, dass es in etwa zwei Wochen mit den Nebenwirkungen los gehen kann. Da die wohl häufigste und wahrscheinlichste Nebenwirkung bei einer Bestrahlung im Mund- und Rachenbereich wohl Trockenheit der Schleimhäute gehört, sollte ich schon mal anfangen mich an den Geschmack von Salbei zu gewönnen und auch schon regelmäßig mit Salbei den Mund ausspülen.

Ich war auch schon in der Apotheke und habe mir Salbeitee und Dallmann’s Salbei-Bonbons mit Vitamin C gekauft. Laut Verpackung sind die wohlschmeckend nach traditioneller Rezeptur. Hm. Kann man lutschen, aber wohlschmeckend? Ich finde die Sabeibonbons eher Geschmacksneutral. Den Salbeitee bewahre ich mir für heute Abend oder morgen früh auf.

Ansonsten bin ich noch mal die Patientenaufklärung für die Strahlenbehandlung im Kopf-Hals-Bereich durchgegangen. Immerhin habe ich einige Punkte unter Was Sie selbst tun können? bereits erfüllt. Um die Nebenwirkungen der Bestrahlung möglichst gering zu halten sollte man nicht rauchen, auch nicht Passivrauchen. Ok. Rauchen tu ich schon seit 47 Tagen nicht mehr. Mein Mann raucht so gut wie gar nicht mehr, wenn ich auch nur in der Nähe bin. Ok, in der Wohnung, aber nur in seinem Zimmer, aber er lüftet gut. Und da er ja fünf bis sechs Tage am arbeiten ist, habe ich auch einige rauchfreie Stunden. Alkohol trinke ich auch keinen (also schon, aber derzeit nicht, das kann ich mir auch weitere sieben Wochen sehr gut verkneifen). Sonne gibt es derzeit keine und weder Solarium noch Infrarotlicht sind geplant. Beim Waschen muss ich etwas aufpassen, aber das bekomme ich bestimmt auch hin. Verordnete Medikamente zum Mund ausspülen habe ich noch nicht, aber ich werde mich schon mal mit dem Salbei dran gewöhnen. Ebenso werde ich mich jetzt schon mal in den nächsten zwei Wochen an fünf Mal Zähne putzen gewöhnen, dann ist das, wenn es mit den Nebenwirkungen los geht, bereits eine Gewohnheit und keine lästige Umstellung.

Die Nebenwirkungen und Spätfolgen klingen auch sehr interessant. Immerhin droht mir sicherlich kein Gewichtsverlust wegen der Behinderung beim Essen, ich habe ja immer noch meine PEG.

Dennoch graut es mir aber schon, vor allem, wenn ich so Dinge lese wie Vernarbung der Kaumuskeln und der Kiefergelenke. Aber das sind ja mögliche Spätfolgen. Grmpf.

Veröffentlicht von

Anabell

45 Jahre, weiblich, Krebsart: Pharynxkarzinom, genauer: Oropharynx (T3). Und mehr über mich hier im Blog. Oder hier: Wer ich bin.

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