Immunsystem nach Krebs

Aus gegebenen Anlass (Coronavirus) mache ich mir natürlich etwas Sorgen um meine Gesundheit. Denn überall liest man ja, Coronavirus ist ja nicht so schlimm, wenn man nicht so alt ist und natürlich gesund. Ist man aber älter (ab 50, teilweise ab 60 oder 70, kommt ein wenig auf die Quelle an) und hat man dazu noch Vorerkrankungen (teilweise oder hat man Vorerkrankungen), darf man sich bei einer Infektion auf einen schweren Verlauf einstellen und die Wahrscheinlichkeit steigt eben signifikant an, das das eigene Ableben quasi mit Corona angeklopft hat.

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Nach dem Krebs? Die Angst vor dem Rückfall

Wenn jemand in meiner Gegenwart feststellt, dass ich Krebs HATTE, bin ich immer versucht zu korrigieren: ich habe Krebs. Ja, ich weiß, Tumore sind nicht da (hoffentlich) und auch kein aktuelles Krebsgeschwür, aber die Angst ist da. Die Angst vor einem Rückfall. Und es ist sehr schwierig, richtig gesunden Menschen das irgendwie zu erklären.

Ich weiß noch, wie ich vor ca. drei Jahren die Diagnose Krebs bekommen habe. Ja, das war schlimm. Ja, es hat mir fast den Boden unter den Füßen weggezogen, aber eigentlich habe ich meine Gefühle damals recht schnell in den Griff bekommen. Vielleicht auch, weil Krebs ja erstmal etwas Abstraktes war und ich das nicht so ganz begriffen habe. Sicherlich aber auch, weil ich mich von der Angst nicht auffressen lassen wollte und auch stark sein/wirken wollte, um meinen Mann nicht in den Wahnsinn zu treiben.

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Zwei sichere Ereignisse gibt es …

In unserem Leben gibt es tatsächlich nur zwei wirklich sichere Ereignisse:

  • Wir werden geboren.
  • Wir sterben.

Es sind tatsächlich die beiden einzigen Ereignisse, die sind. Ob wir Kinder haben werden, heiraten, glücklich sind, oder traurig. Ob wir geliebt werden. Alles nicht vorhersagbar.

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Mit Hund ist es schwer – ohne Hund wäre es wohl noch schwerer

Ja, klingt sehr Widersprüchlich, ist aber Fakt. Ich bin so oft so müde, dass ich Abends schon quadratisch schaue und ich so erschöpft bin, dass ich am liebsten sofort einschlafen würde, aber dann muss ich ja noch mit dem Hund raus. Ziemlich oft ist aber der Hund der einzige Grund, warum ich überhaupt aufstehe etc. Und nicht aufstehen ist ja auch keine gute Lösung.

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Nächste Untersuchung im November

Nachdem ich im April meinen halbjährlichen Krebs-Check-Up geschwänzt habe (schließlich war ich erst im März beim MRT und CT und beides ohne Befund), habe ich mir für November nun einen Termin in meinem Krankenhaus in Deutschland gesichert. Da ich nicht mehr in der deutschen Krankenkasse bin gelte ich nun auch dort als Privatpatientin und habe daher einen Termin beim Chefarzt, der, so wurde mir versichert, meinen Hals ja auch kennen sollte, schließlich habe er mich ja operiert. Ok, das ist natürlich ein Argument.

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Viel passiert – Ein Schicksalsschlag mehr

Irgendwie reicht es mir ja langsam. Erst erfahren wir, dass der neue Freund der Tochter meines Mannes gestorben ist, dann ich, dass meine Mutter Lungenkrebs hat (da ging es ihr noch gut). Wir gehen nach Deutschland zurück. Dort bekommt erst meine Schwägerin Brustkrebs (der geht es heute so weit gut) und dann bekomme ich meinen Krebs. Dann überstehe ich meinen Krebs inklusive Bestrahlung und Chemotherapie und trotz Kanüle im Hals ganz gut, dann stirbt meine Mutter. Nach Beerdigung etc. gehen wir zurück nach Gran Canaria, dort stribt unser bester Freund. Und jetzt stirbt mein Mann.

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Weltnichtrauchertag

Heute ist Weltnichtrauchertag. Zeit mal meine App hervorzukramen und mir selbst auf die Schulter zu klopfen.

Es sind jetzt 560 Tag seit meinem Aufhören vergangen. Die letzte Zigarette habe ich am 17. November 2015 geraucht. Kurz vor 22 Uhr, denn um 22 Uhr wurde im Krankenhaus unten die Tür geschlossen. Es hat geregnet, mein Feuerzeug wollte nicht so ganz und ich hatte gerade noch telefoniert. Und am nächsten Tag war meine große Krebsoperation. Da die ja im Krankenhaus wußten, wie viel ich vorher geraucht habe, hatten die irgendwie Angst davor, mich so auf kalten Entzug zu setzen und haben mir für die OP und die Intensivstation noch ein Nikotinpflaster aufgeklebt. Aber das war die einzige Hilfe die ich hatte.
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Erschöpfung schränkt immer mehr ein – Fatigue wird schlimmer

Ich dachte ja, desto länger meine Chemotherapie und Bestrahlung (und damit hoffentlich auch die akute Krebserrkankung) zurückliegen, desto besser wird es mir gehen. Teilweise stimmt das auch, zwar verzeichne ich immer mal wieder tagesformbedingte Rückschläge beim Essen, aber gerade was das betrifft, geht es mir langsam immer besser.

Einzig meine Kondition lässt weiterhin schwer zu wünschen übrig und schränkt mich derzeit auch wirklich sehr ein. Meine Fatigue hat sich gerade in den letzten Tagen stark verschlimmert. Inzwischen stehe ich morgens auf und bin direkt müde und erschöpft, bis vor zwei Wochen war das erst am Mittag der Fall. Es stört sogar beim Arbeiten. Ich arbeite gerade an einer Seite zu Grillpavillons und möchte da etwas völlig neues ausprobieren, was die Programmierung betrifft. Aber ich komme da nicht weiter und ich bin schon kurz davor, der Grillpavillon Seite doch ein WordPress aufzudrücken. Und auch bei den Seiten für die Nischenseiten Challenge komme ich nicht wirklich weiter. Denn auch dort will ich was eigenes Programmieren (siehe auch Traumjob Internet).
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