Zweite Chemotherapie steht an

Morgen ist es soweit, meine zweite (von insgesamt auch nur zwei) Chemotherapie steht an. Ich habe jetzt schon Horror davor. Nach der letzten Chemotherapie vor drei Wochen war mir tagelang richtig übel. Mir war so schlecht, dass ich heftige Medikamente nehmen musste. Und nach der Chemotherapie hat sich auch meine Mundschleimhaut verabschiedet. Und die hatte sich gerade so weit erholt, dass ich am Wochenende kurz darüber nachgedacht habe, mal wieder etwas Suppe zu schlürfen (ich war dann aber am Abend immer so erschöpft vom Tag, dass ich auf die Suppe doch verzichtet habe). Gerade habe ich also die Nebenwirkungen der Chemotherapie einigermaßen überwunden, mir geht es fast schon wieder gut, und nun steht die zweite Chemotherapie an.

Ach, eine weitere Nebenwirkung der Chemo war, dass ich sehr schlecht schlafen konnte. Nachts bin ich ständig aufgewacht. Und Tagsüber war höchstens mal zehn Minuten Dösen am Stück drin. Am Wochenende habe ich sogar bei der Siesta mal eine halbe Stunde schlafen können.

Absoluter Horror vor morgen.

Dabei ist die Chemotherapie nicht schlimm. Man liegt ca. fünf bis sechs Stunden auf einem halbwegs bequemen Liegesessel rum. Bisschen Dösen geht, Schlafen nicht wirklich. Dafür ist da viel zu viel Aktion. Beim letzten Mal ging es mir am Tag der Chemotherapie auch gut, die Übelkeit kam erst am Tag danach. Und auch das kaum noch Schlafen können trat nicht sofort auf. Und jetzt geht das bestimmt wieder von vorne los.

Also morgen Chemotherapie. Und noch insgesamt 13 Bestrahlungen. Noch 2,5 Wochen und ich hab zumindest die Therapie überstanden. Dann noch zwei, drei Wochen und ich kann vielleicht endlich wieder etwas essen. Hoffentlich.

Veröffentlicht von

Anabell

45 Jahre, weiblich, Krebsart: Pharynxkarzinom, genauer: Oropharynx (T3). Und mehr über mich hier im Blog. Oder hier: Wer ich bin.

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