Wieder eine Tumornachsorge überstanden

Am Montag war ich mal wieder bei der Tumornachuntersuchung im Krankenhaus. Wie ich das hasse. Krebs zu haben bzw. wegen Krebs operiert worden zu sein – das ist das eine. Diese ständige Angst danach, dass der Krebs wieder kommen könnte, das ist ja noch was ganz anderes. Und dann noch regelmäßig zum Krebs-Tüv zu müssen, argh … nicht schön.

Am Montag war es wieder so weit und auch diesmal wäre das fiebern und bangen vorher gar nicht nötig gewesen, ich hab mal wieder Bestnoten vom Onkel Doc erhalten. Der HNO Arzt war äußerst zufrieden mit mir. Auch natürlich damit, dass ich weiterhin Nichtraucherin bin. Und außerdem stimmt mein Gewicht und ich sehe ja noch besser und erholter aus als beim letzten Termin im September. Und im November beim MRT und CT wäre auch alles unauffällig bzw. ohne Befund gewesen. Etc.

Wir haben auch kurz darüber gesprochen, wie sehr man sich, bzw. ich mich, auch teilweise verrückt mache. Im Januar zum Beispiel war ich der festen Überzeugung, das der Krebs wieder da ist. Zum einen weil es mir da allgemein einfach nicht so gut ging und dazu hatte ich noch teilweise sehr viele Haare in der Bürste. Er verglich eine solche Krebsdiagnose bzw. Krebserkrankung dann auch noch mit einer posttraumatischen Belastungsstörung. Kommt auch wirklich nahe dran. Und ich sollte mich nicht so verrückt machen. Er hätte ein gutes Gefühl bei mir, er halte die Wahrscheinlichkeit für nicht so hoch, dass bei mir der Krebs zurückkommt.

In der Schulzeit waren Statistik und Wahrscheinlichkeitsrechnung zwei meiner Lieblingsthemen in Mathematik. Aber heute… grübel.

Im Moment kann das Leben aber erstmal so weitergehen. Ich denke, so ab Juni kann es wieder passieren, dass ich ab und an den einen oder anderen Panikanfall bekomme. Am schlimmsten ist eben die Ungewissheit …

Auf jeden Fall war die Fliegerei und das Reisen nach Deutschland mit meiner Fatigue ziemlich anstrengend. Am Samstag bin ich nach Mannheim geflogen, am Abend war ich stehend k.o. Am Sonntag habe ich dann mit der Familie einen Ausflug in Mannheim unternommen, dann in den Zug, am Abend war ich wieder vollkommen k.o. Und der Montag hatte es natürlich erst recht in sich. Und das am Dienstag der Flieger dann fast fünf Stunden Verspätung hatte, hat auch an den Kraftreserven gezerrt … aber ich hab zum Glück alles gut überstanden.

Veröffentlicht von

Anabell

45 Jahre, weiblich, Krebsart: Pharynxkarzinom, genauer: Oropharynx (T3). Und mehr über mich hier im Blog. Oder hier: Wer ich bin.

2 Gedanken zu „Wieder eine Tumornachsorge überstanden“

  1. allo annabell , als ehemann einer Betroffenen kenne ich deine

    Probleme.

    Laß bitte mal deine Schilddrüsenwerte kontrollieren.

    Hast du noch deine Peg ,wenn du sie nicht mehr brauchst ,

    einfach abschneiden , geht auf natürlichem Weg ( über den Darm)

    von selbst ab.

    Alles gute jürgen

    1. Hallo Jürgen,
      meine Magensonde ist zum Glück raus, ich hab das aber im Krankenhaus machen lassen. War mir lieber, als das abwarten, ob das Endteil wirklich den natürlichen Weg nimmt oder nicht. War ich froh, wie die weg war.
      Die Schilddrüsenwerte sind wohl ok, das habe ich letztes Jahr kontrollieren lassen und da hatte ich das Problem mit der Fatigue bereits schon so heftig. Bleibt nur abwarten.
      Aber danke für die lieben Wünsche und alles Gute für deine Frau.
      Grüße,
      Anabell

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