Wieder eine Krebs Nachsorgeuntersuchung bestanden

Letzte Woche war es soweit, zum zweiten Mal musste ich zur Tumor Sprechstunde in mein Krankenhaus. Zwar muss ich zwischen den Terminen auch immer noch zu meinem HNO, aber den nehme ich ja fachlich nicht so ganz ernst. Schließlich hatte er mir damals Antibiotika verschrieben, den Krebs hatte erst seine Urlaubsvertretung fest gestellt. Aber Schwamm drüber. Ich will ja nicht nachtragend sein.

Ich war also bei der Tumor Sprechstunde und habe Bestnoten bekommen. Alles glatt verheilt, so weit es schon verheilt sein kann und es sieht alles super aus. Außerdem hat man wohl meinen Krebs noch mal untersucht und dabei festgestellt, dass er nicht durch einen Virus verursacht wurde. Da bin ich aber froh, wenn ich schon Rachenhinterwandkrebs habe, dann doch bitte die Version die vom Rauchen kommt und nicht von einem doofen Virus.

Außerdem werde ich immer sehr gelobt, dass ich nicht mehr rauche. Das erstaunt wohl vor allem deswegen so sehr, weil die ja wissen, wie viel ich vorher geraucht habe. Aber wäre ja ziemlich blöd von mir, wenn ich damit wieder anfangen würde.

Meine Fragen konnte man mir allerdings nicht so recht beantworten. Ob das mit dem Speichel (und damit auch mit dem Essen) wieder was wird zum Beispiel. Und mit dem Schlucken. Wie lange das ganze noch dauert etc. etc. Geduld heißt mal wieder das Zauberwort.

Ich muss auch noch mal unters Messer. Mein Stoma soll richtig gemacht werden. Ich habe zwar Ende Februar die Trachealkanüle entfernt bekommen, aber so richtig von selbst zuwachsen ist wohl nicht, da da ja richtig alles vernäht worden war. Also muss das gemacht werden und dabei wird irgendwie noch was anders gemacht und vielleicht kann ich danach wieder richtig schlucken. Außerdem soll dann das Loch im Hals eben komplett zu sein. Aber solange ich noch meine PEG habe, kann ich eh nicht ins Schwimmbad. Also werde ich den Termin im Krankenhaus so legen, dass er in etwa genau zwischen den beiden Tumor-Sprechstunden liegt. Ich muss dann zwar trotzdem zu meinem HNO, aber mir ist eben einfach lieber, wenn die vom Krankenhaus drauf gucken.

Nach Spanien auswandern darf ich
Dann haben wir gefragt, wie das ist, weil wir ja wieder nach Spanien wollen. Wenn ich regelmäßig zu meinen Tumor-Nachsorgeterminen kommen kann, ist denen das egal. Den nächsten Termin dafür habe ich Ende September. Inzwischen sind wir schon bei alle zwei Monate statt bei alle sechs Wochen. Da wir frühsten im Winter gehen, muss ich dann hoffentlich nur alle drei Monate nach Deutschland.

Insgesamt war es ein sehr entspannter Termin. Schön ist auch, dass sich die Ärzte für die Nachsorge dann auch immer richtig Zeit nehmen.

Veröffentlicht von

Anabell

45 Jahre, weiblich, Krebsart: Pharynxkarzinom, genauer: Oropharynx (T3). Und mehr über mich hier im Blog. Oder hier: Wer ich bin.

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