Smalltalk übers Rauchen

Die Tage war ich mal wieder drüben bei unserem Edeka. Ich bin da bekannt, die meisten wissen natürlich, dass ich gerade eine Kanüle im Hals habe etc. An der Fleischbedienung hatten die ja im Dezember auch richtig Spaß mit mir und meinen Zettel als ich noch gar nicht sprechen konnte. Die Tage hat der nette Mann mich auch gefragt, ob die Kanüle irgendwann wieder raus kommt. Ich konnte ihn zum Glück beruhigen. Auch dass ich dann irgendwann wieder richtig essen kann.

Weiter ging es an die Kasse. Auch da habe ich mich kurz mit der Kassiererin unterhalten. Die raucht auch. Also meinte ich zu ihr, das ich das auch mal getan hätte, aber jetzt natürlich aufgehört hätte. Und sie kam mit ihrem Opa, der seit seinem 12. Lebensjahr oder so geraucht habe. Und zwar nicht das saubere Zeug von heute, sondern den Dreck von früher (irgendwie glaube ich ja fast, dass Tabak vor sechzig Jahren sauberer war, als das Zeug heute. Oder meint jemand, dass man in den 1950er Jahren bereits Hustenmittel oder Zucker untergemischt hat?). Und ihr Opa sei nicht am Rauchen oder gar Krebs gestorben, der würde wahrscheinlich immer noch leben, aber irgendwann sei er überfahren worden.

Also eine typische private Helmut Schmidt Geschichte. Ich glaube, so jemand, der trotz Rauchen stein alt geworden ist, kennt doch jeder. Spätestens wenn man dann doch selbst an Krebs erkrankt, weiß man, dass jemanden zu kennen, der uralt geworden ist, nicht dafür schützt selbst krank zu werden.

Veröffentlicht von

Anabell

45 Jahre, weiblich, Krebsart: Pharynxkarzinom, genauer: Oropharynx (T3). Und mehr über mich hier im Blog. Oder hier: Wer ich bin.

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