Schwarzes Jahr 2017

Ja, irgendwie war 2017 kein gutes Jahr. Womit es sich ja nahtlos in meine vorherigen Jahre einreiht.

2015 erst erfahre ich, dass meine Mutter Lungenkrebs hat, dann hat jemand in der Familie Brustkrebs (dieser Person geht es heute aber recht gut) und dann erfahre ich meine Krebsdiagnose. Im gleichen Jahr Operation.

2016 Chemotherapie und Bestrahlung. Nimmt mich heftig mit. Kaum erholt muss ich mich um die Beerdigung meiner Mutter kümmern.

2017 erfahren wir, dass mein Mann Diabetes hat (eigentlich nicht schlimmt, haben wir super im Griff) und dann? Stirbt er an einem angeborenem Herzfehler.

Ich rappel mich halbwegs auf, fliege zur Nachsorgeuntersuchung nach Deutschland. Muss unseren Hund unterbringen, denke er ist gut untergebracht, Pustekuchen, drei Wochen nach der Rückkehr muss ich ihn wegen seiner nun völlig kaputten Hüfte (wie kann man einen Hund mit HD 2 Kilometer bergab laufen lassen????) einschläfern lassen.

Irgendwie erhol ich mich nicht so ganz davon. Aber angeblich soll es irgendwann besser werden mit dem Schmerz.

Veröffentlicht von

Anabell

45 Jahre, weiblich, Krebsart: Pharynxkarzinom, genauer: Oropharynx (T3). Und mehr über mich hier im Blog. Oder hier: Wer ich bin.

6 Gedanken zu „Schwarzes Jahr 2017“

  1. Hallo Anabell,
    meinem Lebensgefährten wurde im Januar dieses Jahres ein Oropharynx T2 ohne Metastasen festgestellt. OP mit zahlreichen Komplikationen folgte. Heute ist er am Ende der Bestrahlungstherapie. Für Dein Blog bin ich Dir unendlich dankbar, da es mir viel geholfen hat, viele Details aus unserem Leben wieder zu erkennen und manches zu lernen. Mir tut es sehr leid für das was Du gerade durchmachst, Deine Geschichte ist hart. Wenn Du Mal jemanden brauchst, der zuhört, einfach für Dich da ist, mit dem Du reden kannst, melde Dich. Gerne würde ich Dir helfen. Lieben Gruß, Niki

    1. Hallo Niki, das ist nett mit der angebotenen Unterstützung. Mir geht es aber soweit gut, außer die Nachsorgeuntersuchung steht an. Alles andere Verdränge ich erstmal. Gibt natürlich Phasen, in denen ich sehr deprimiert und traurig bin, aber zum Glück darf ich mich schon wegen dem Hund nicht hängen lassen. Dir und deinem Lebensgefährten alles, alles Gute wünsche. LG

  2. joo hab deine seite eben entdeckt.

    erstmal hallo und lebst du noch? würde gern wissen, wie der aktuelle stand ist? kannst auch mir per email schreiben. dankeee

  3. Hallo Annabell , mein Name ist Doreen und ich bin 48 Jahre alt . Bei mir wurde im März 2017 die gleiche Diagnose gestellt wie bei dir . Seitdem lese ich hin und wieder dein Tagebuch und muss sagen das es mir sehr geholfen hat diesen schweren Weg zu meistern . Ich habe genauso gelitten bei den Chemotherapie und den vielen Bestrahlungen wie du und verbrachte viele viele Wochen im Krankenhaus . Bis heute sind alle Nachsorgeuntersuchungen gut verlaufen . Ich bin auch so ganz gut körperlich fit nur meine Gedanken kann ich einfach nicht abschalten . Sobald ich ein kleines Wehwehchen habe denke ich gleich an Krebs . Vielleicht hast du ja noch einen Tipp wie ich mein Denken positiver hin bekomme . Ich hoffe Dir geht es immer noch gut soweit und deine Nachsorgeuntersuchungen sind in Ordnung . Vielleicht höre ich ja mal was von dir würde mich sehr freuen . Liebe Grüße aus Mecklenburg

    1. Hallo Doreen, ich bin das bis heute nicht los geworden, wobei mich Ohrenschmerzen fertig machen und ich eine Woche vor meinem Nachsorgetermin so richtig unleidig werde. Dann kann ich auch nicht mehr schlafen etc. Das ist wohl normal. Den Krebs zu überstehen, die Behandlung zu überleben, das ist die eine Sache. Aber danach mit der Angst fertig zu werden, puh. Gesunde haben dafür leider wenig Verständnis. Ich habe zum Glück inzwischen zwei, drei ebenfalls Kranke im erweiterten Bekanntenkreis, bei denen ich dann Unterstützung finde. Gruß.

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