Rauchen aufhören – So erholt sich der Körper

Ja, das Schöne, wenn man mit dem Rauchen aufhört, ist, die Regeneration im Körper ist eigentlich recht schnell spürbar. Selbst wenn man gerade eigentlich recht krank ist und sich von einer Krebsoperation erholt.

Angeblich haben Raucher, die vor dem 35. Lebensjahr aufhören, die gleiche Lebenserwartung wie Nichtraucher. Dafür bin ich aber nun wirklich zehn Jahre zu spät 🙂 Wobei das übrigens auch nicht heißen soll, dass man mit 18 ruhig mit dem Rauchen anfangen darf, solange man einfach bis 35 wieder aufhört. Zum einen ist Aufhören nicht immer so einfach und zum anderen gibt es sicherlich auch die eine oder andere Krebsart, die diese Statistik nicht kennt.

Aber die Regeneration geht eben schnell und hier sind einige Punkte, die ich laut einer Liste bereits absolviert habe, seitdem ich mit dem Rauchen aufgehört habe:

  • Bereits 20 Minuten danach fällt der Blutdruck und die Temperatur von Händen und Füßen steigt auf den Normalwert.
  • Bereits acht Stunden danach (das ist so die Zeitspanne, bei der die meisten Raucher mit schlafen fertig sind und sich nach dem Aufstehen wieder eine Zigarette anzünden) hat der Kohlenmonoxidgehalt des Blutes wieder Normalwert.
  • 24 Stunden nach Rauchstopp verringert sich das Herzinfarktrisiko.
  • Zwei Wochen bis drei Monate später ist die Durchblutung verbessert und die Lungenkapazität erhöht sich um bis zu 30 Prozent.
  • Ein bis neun Monate später lässt der Husten nach, man ist weniger kurzatmig und wacher. Die Lunge kann sich außerdem besser vor Infektionen schützen.

Und so weiter und so weiter.

Wobei ich als Raucherin wohl eine chronische Bronchitis hatte (steht jedenfalls in meinem Patientenbrief aus dem Krankenhaus), aber eigentlich fast nie gehustet habe. Den typischen Raucherhusten hatte ich nicht. Dafür huste ich jetzt wie bekloppt, aber das liegt ja an der Kanüle in der Luftröhre. Wobei das Husten auch schon etwas besser geworden ist, wenn ich das so mit vor drei Wochen vergleiche. Einmal Kanüle wechseln und ich hatte eine halbe Stunde Spaß. Jetzt habe ich mich schon nach zwei, drei Minuten an den neuen Fremdkörper in der Luftröhre gewöhnt.

Achso: 15 Jahre nach dem man mit dem Rauchen aufgehört hat, sind alle Risiken (ich nehme mal an, es sind die gesundheitlichen Risiken gemeint) auf das Niveau eines Nichtrauchers gesunken. Das wäre dann ja bei mir mit 60 der Fall. Wenn ich so alt werde.

Veröffentlicht von

Anabell

45 Jahre, weiblich, Krebsart: Pharynxkarzinom, genauer: Oropharynx (T3). Und mehr über mich hier im Blog. Oder hier: Wer ich bin.

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