Postbote irritiert – Lohnt sich bestellen für Krebskranke?

Heute haben wir drei Sendungen mit der Post bekommen. Zwei waren für meinen Mann, er hat T-Shirts zum Thema Labrador selbst entworfen und nun sind die endlich gekommen. Und dann hat er noch eine Druckerpatrone gebraucht und die gab es bei Amazon günstig. Da ich festgestellt habe, dass ich Sachen mit Sahne gut essen kann, hab ich mir da gleich einen Sahnesyphon bestellt und der kam heute eben mit den Druckerpatronen.

Postbote kommt hoch. Mit den drei Sendungen. Ich bekomme in dem Moment einen Hustenanfall. Meint der Postbote: Sind Sie krank? Ich antworte, jep, Krebs (mit dem Unterton: Also nicht ansteckend).

Antwort des Postboten: Und da haben Sie gleich drei Pakete?

Ich bin seitdem am grübeln wie er das gemeint haben könnte: Lohnt sich bestellen für einen Krebskranken nicht mehr, da er so oder so stirbt? Mal davon abgesehen, dass es sogar bei meinem Krebs eine gewisse Überlebenswahrscheinlichkeit gibt, bis ich tot umfalle, selbst wenn das nicht so wäre, könnte ich doch noch was bestellen (Leichenhemd zum Beispiel, aber eins mit Taschen :-)).

Also irgendwie geht mir die Bemerkung des Postboten nicht aus dem Kopf.

Da zu meinem Sahnesyphon noch die Kapseln fehlen (toll, Sahne hät ich da, Erdbeeren hab ich daher noch nicht gekauft), muss der Postbote morgen wieder hier aufschlagen. Diesmal bin ich gewappnet. Mal gucken ob er wieder so ein Kommentar bringt.

Veröffentlicht von

Anabell

45 Jahre, weiblich, Krebsart: Pharynxkarzinom, genauer: Oropharynx (T3). Und mehr über mich hier im Blog. Oder hier: Wer ich bin.

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