Operation Lymphknoten Entfernung

So, gestern stand ja erneut eine Operation an, schon die dritte Operation hier in Winsen seit dem ich im Krankenhaus bin. Und ich bin ja gerade erst acht Tage hier. Gestern wurden mir am Hals beidseitig die Lymphknoten entfernt und außerdem musste an der Rachenhinterwand noch einmal mit Laser nachgearbeitet werden.

Ging gestern recht pünktlich los. Ich war noch wach als ich zur Vorbereitung geschoben wurde. Dann wurde ich auf eine Liege mit Heizung gepackt und in den Vorbereitungsraum für den Laser geschoben. Dort wurde dann geschaut ob einer meiner Zugänge noch was taugt, war sogar bei beiden der Fall. Bei dem Test hat mir der Pfleger oder Arzt erst mal schön gegen die Kanüle im Hals gehauen. Hat sich aber natürlich entschuldigt.

Dann kam der Arzt, der mich schlafen schicken sollte. Der war auch sehr nett. Da bei mir am Hals ja noch alles gereizt ist, schließlich ist der Luftröhrenschnitt erst eine Woche her, fing ich gleich an zu husten, als er an die Kanüle das Gas zum Schlafen gehen stecken wollte. Er hat es daher dran gehalten und wohl erst festgesteckt, als ich eingeschlafen war. Danach hab ich noch mitbekmmen, wie sie mich losgeschoben haben und dann bin ich schon eingeschlafen gewesen.

Aufgewacht bin ich dann im Aufwachraum. Ein Fortschritt zu den Operationen eine Woche zuvor, da bin ich ja auf der Intensivstation wach geworden. Im Aufwachraum bekam derjenige der mich dorthin brachte einen Rüffel, denn irgendwie war an dem Tag bei den Operationen wohl mit den Heizdecken übertrieben worden. Mir war jedenfalls auch tüchtig warm. Naja. Auf der Aufwachstation blieb ich so eine Stunde. War ziemlich unruhig da. Ein armer anderer Patient ist wohl an der Nase operiert worden und hatte über dieser einen dicken Verband. Und hatte dann aber ständig das Bedürfnis sich die Nase zu putzen. Was aber wohl nicht wirklich möglich war, wie ihm die Schwestern alle paar Minuten erklären mussten.

Und einer im Aufwachraum hielt sich für den Nabel der Welt. Ein Mann, ca. 35 Jahre alt, dr sich für arm und bedauernswert hielt, weil er eine Mandeloperation hinter sich hatte. Mal abgesehen davon, dass ich mich für bedauernswerter hielt als ihn (schließlich waren meine Operationen in den letzten Tagen gesammelt inversiver gewesen als seine Mandel-OP), fand ich ihn ziemlich weinerlich. Und ich hatte eher noch Mitleid mit dem armen Kerl, der sich gerne die Nase hätte putzen wollen als mit dem albernen Kerl, der seinen Mandeln hinter her jammerte….

Naja. Nach einer Stunde Unruhe dort ging es wieder in mein Zimmer zurück.

Veröffentlicht von

Anabell

45 Jahre, weiblich, Krebsart: Pharynxkarzinom, genauer: Oropharynx (T3). Und mehr über mich hier im Blog. Oder hier: Wer ich bin.

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