Mit Hund ist es schwer – ohne Hund wäre es wohl noch schwerer

Ja, klingt sehr Widersprüchlich, ist aber Fakt. Ich bin so oft so müde, dass ich Abends schon quadratisch schaue und ich so erschöpft bin, dass ich am liebsten sofort einschlafen würde, aber dann muss ich ja noch mit dem Hund raus. Ziemlich oft ist aber der Hund der einzige Grund, warum ich überhaupt aufstehe etc. Und nicht aufstehen ist ja auch keine gute Lösung.

Neulich habe ich gelesen, dass Haustiere gut helfen sollen, Depressionen vorzubeugen. Gut, depressiv bin ich weniger, eher deprimiert, aber wer weiß, wie es eben ohne diesen Vierbeiner wäre.

Das ist aber ausdrücklich kein Aufruf, sich einen Hund anzuschaffen, um den Nachwirkungen einer Krebstherapie vielleicht besser gegenüberzustehen. Ein Hund ist sehr viel Arbeit, gerade wenn Du dann noch alleine bist, bleibt die Arbeit komplett an dir hängen: Bei Sonne, wie bei Regen, bei klirrender Kälte ebenso wie bei Hitze. Wenn du müde bist (das bin ich seit Chemotherapie ständig) ebenso, wie wenn du mal gut drauf bist. Und ein Hund sollte immer viel mehr sein, als ein Therapie-Ersatz.

Veröffentlicht von

Anabell

45 Jahre, weiblich, Krebsart: Pharynxkarzinom, genauer: Oropharynx (T3). Und mehr über mich hier im Blog. Oder hier: Wer ich bin.

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