Medikament gegen Übelkeit nach Chemotherapie mit Zytostatika

Etwas verwundert waren die Ärzte bei der Strahlentherapie auch, das ich mich geweigert habe das eine Medikament gegen Übelkeit zu nehmen, was mir am Mittwoch verschrieben worden war. Ich habe dem einen Arzt mehrfach versucht zu erklären, dass ich bei 1:10 für Kopfschmerzen schon wenig begeistert war, aber als ich 1:100 für Krampfanfälle und 1:100 Bewegungsstörungen, darunter auch Störungen bei der Okulomotorix (also was am Auge), da konnte ich das nicht mehr nehmen. Wie stellen die sich das vor? Ich bin vormittags alleine zu Hause, muss mit dem Hund raus, schlimm genug, dass mir schlecht ist, dann bekomme ich noch Krampfanfälle? Und wenn ich dann in Richtung Bus muss, um zur Bestrahlung zu fahren? Und dann Augenprobleme habe? Ehm, geht doch gar nicht. Was denken die? Das ich eine voll ausgebildete Krankenschwester zu Hause habe? Ja, dann müsste man mich einweisen. Ehm, geht’s noch? Für mich heißt die Alternative dann eben, ich nehme die grauenhafte Übelkeit. Ok, vielleicht nicht die allerbeste Idee, vor allem, wenn man nicht mal trinken kann. Verhungern tut man so schnell ja nicht, aber verdursten bzw. austrocknen ist da doch eine größere Gefahr.

Am Freitag gab es dann auch eine ziemliche Standpauke vom Arzt bei der Bestrahlung, der mich so gar nicht verstehen konnte. Den Hund habe ich erst mal lieber gar nicht erwähnt, auf den reagieren die dort immer etwas allergisch. So als wenn der total unwichtig wäre. Staun. Als wenn man als Krebspatient einen Hund im Tierheim abzugeben habe. Sehr unsympathisch also dort. Ich hab es halt erklärt, mit alleine zu Hause und dann mit Bus und Bahn zur Bestrahlung, da ja immer noch kein Taxischein. Und das ich nicht riskieren wollte, die Bestrahlung zu verpassen, weil ich mit Krampanfällen irgendwo in der Ecke liege.

Wobei ich ganz ehrlich sagen muss: Am meisten hat mich die Nebenwirkung mit den Augen gestört. Das ging gar nicht.

Naja, der Arzt hat mir dann zwei andere Medikamente aufgeschrieben. Da wir aber erst kurz vor 17 Uhr wieder in heimischen Gefilden waren, konnte die Apotheke mir die aber erst für Samstag besorgen. Inzwischen weiß ich, das ist ja ein Nachtrag, dass sie was genutzt haben.

Aber man kommt sich doch etwas entmündigt vor.

Veröffentlicht von

Anabell

45 Jahre, weiblich, Krebsart: Pharynxkarzinom, genauer: Oropharynx (T3). Und mehr über mich hier im Blog. Oder hier: Wer ich bin.

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