Krebsrisiko senken

Inzwischen erkrankt ja fast jeder Zweite in Deutschland an Krebs. Um genau zu sein, sind es 51 Prozent der Männer und 43 Prozent der Frauen, die im Laufe ihres Lebens an Krebs erkranken. Wer kein Krebs hat, stirbt wahrscheinlich vorher an eine andere Zivilisationskrankheit.

Seit dem ich zu den 43 Prozent der Frauen gehöre lese ich natürlich fast alles über Krebs, was es so gibt. Gerade bei Google News gibt es ja immer wieder Meldungen rund um das Thema. Gerade nach dem David Bowie, Lemmy Kilmister und Alan Rickman an den Folgen ihrer Krebserkrankungen gestorben sind.

Jetzt gibt es eine Liste mit Möglichkeiten das persönliche Krebsrisiko zu senken. Es sind acht Tipps rund um das Thema. Versprochen wird natürlich nicht, das wer sich daran hält, garantiert nicht an Krebs erkrankt oder womöglich daran stirbt sondern man senkt eben sein Krebsrisiko.

Krebsrisiko senken

Rauchen aufhören

Auf Platz eins steht natürlich, das man mit dem Rauchen aufhören soll. Ich habs getan, aber viel zu spät und natürlich habe ich zur Unterstützung auch eine App. Die erzählt mir, dass es nur zehn Jahre als erfolgreicher Nichtraucher dauert, bis mein persönliches Risiko an Lungenkrebs zu erkranken auf das Niveau eines Nichtrauchers gesunken ist. Rauchen soll übrigens für jede fünfte Krebserkrankung verantwortlich sein.

Übergewicht

Es gibt einen Zusammenhang zwischen Übergewicht und Krebs. Fünf bis sechs Prozent aller Krebsfälle sollen auf Übergewicht zurückgeführt werden können. Gefährdet sind nicht nur Menschen, die Fettleibig sind sondern auch eher schlanke Menschen, die aber trotzdem viel Bauchfett haben. Ob Übergewicht allerdings wirklich Schuld an Krebserkrankungen sein kann, sind Experten unterschiedlicher Meinung.

Ernährung

Es gibt Lebensmittel, die vor Krebs schützen sollen. Und es gibt Lebensmittel, die das absolut nicht tun. So soll rotes Fleisch schädlich sein. Ballaststoffe dafür aber gesund. Ob Gemüse und Obst wirklich das Krebsrisiko stark senken können, darüber gibt es aber wohl noch keine Bestätigung. Erst vor kurzem gab es Meldungen, dass vor allem verarbeitetes Fleisch (Schinken, Wurst) das Darmkrebsrisiko steigern würde. Zumindest gab es eine entsprechende Warnung der Weltgesundheitsorganisation WHO. Da Fleisch aber auch gesunde Elemente wie Eisen und Vitamine enthält, gilt wohl der Hinweis: Fleisch ist ok, wenn man es nicht übertreibt.

Sport und Bewegung

Wenn es nach Bewegung geht, hätte ich wohl eher kein Krebs bekommen dürfen, denn ich gehe drei bis vier Mal am Tag mit unserem Hund raus. Selbst jetzt müsste es eher eine Wunderheilung geben, wenn es danach geht, wieviel ich mich bewege, obwohl es mir teilweise so gar nicht gut geht und ich am liebsten im Bett liegen bleiben würde. Körperliche Aktivitäten sollen aber das Risiko für Darm- und Brustkrebs senken.

Alkohol

Vier bis fünf Prozent aller Krebsfälle sollen auf Alkohol zurückzuführen sein. Mein Rachenhinterwandkrebs ist auch so ein Kandidat. Neben Rauchen soll auch hier Alkohol eine Ursache sein. Ok. Ich habe früher etwas mehr getrunken, tue ich aber eigentlich seit sieben oder acht Jahren nicht mehr. Aber ich hab dafür ja auch geraucht wie ein kleines Heizwerk.

UV-Strahlung

Hauptrisikofaktor für schwarzen Hautkrebs sind Sonnenbrände. 90 Prozent aller Melanome sollen darauf zurückgehen. Sonnenbrände soll man deswegen auch vermeiden. Dumm nur, dass man aber auch Sonne brauch, schließlich ist Sonnenlicht wichtig, um die Versorgung mit Vitamin D sicherzustellen (oder man muss viel Leber essen). Immerhin bei den Sonnenbränden habe ich ein reines Gewissen, mehr als drei oder vier in meinen 45 Jahren hatte ich nicht.

Infektionen

Es gibt auch Viren und Bakterien, die bei einigen Krebsarten eine wichtige Rolle spielen können. Zum Beispiel wird Gebärmutterhalskrebs durch HPV-Infektionen verursacht. Immerhin gibt es inzwischen eine Impfung gegen HPV-Infektionen. Und es gibt wohl auch den Verdacht, dass eine solche HPV-Infektion für Krebserkrankungen im Mund- und Rachenbereich ursächlich sein könnte. Aber es gibt noch weitere Infektionen, die Krebserkrankungen verursachen können: Hepatitis B-, Hepatitis-C Virus, Bakterium helicobacter Pylori.

Vorsorge

Es gibt gerade in Deutschland so einige Vorsorgeuntersuchungen, die man als wichtige Maßnahme zur Krebsvorbeugung begreifen sollte. Bei einer Darmspiegelung etwa ließen sich schon Krebsvorstufen erkennen und entfernen. Dadurch könne Darmkrebs gar nicht erst entstehen. Ähnliche Effekte gebe es etwa beim Hautkrebs-Screening und beim Pap-Abstrich zur Früherkennung von Gebärmutterhalskrebs. Und selbst wenn Krebs bereits entstanden sei, könne er durch solche Untersuchungen oft frühzeitig entdeckt werden.

Veröffentlicht von

Anabell

45 Jahre, weiblich, Krebsart: Pharynxkarzinom, genauer: Oropharynx (T3). Und mehr über mich hier im Blog. Oder hier: Wer ich bin.

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