Krebsdiagnose vor einem Jahr

Irgendwie teile ich mein Leben ja inzwischen in »Vor der Krebsdiagnose« und »nach der Krebsdiagnose« ein. Ist aber auch nicht verwunderlich, schließlich ist es doch ein sehr einschneidendes Erlebnis, wenn man so mit der eigenen Sterblichkeit konfrontiert wird. Und wenn die Konfrontation noch in drei Wochen Krankenhaus, Trachealkanüle, PEG Sonde zur Ernährung, Chemotherapie und Bestrahlung gipfelt, dann ist das wohl kaum noch zu toppen.

Letztes Jahr im September war ich ja endlich beim örtlichen HNO-Arzt. Der hatte mir damals Antibiotika verschrieben, da er eine Halsentzündung erkannt hatte. Zu diesem Zeitpunkt jetzt, hatte ich gerade festgestellt, dass ich trotz Antibiotika immer noch Ohrenschmerzen und auch Halsschmerzen habe. Im Oktober wollte ich dann erneut zu dem HNO-Arzt, der war aber glücklicherweise im Urlaub, so dass ich bei seiner Vertretung im Nachbarort gelandet war. Und die hatte dann gleich den Verdacht, Tumor im Schlund.

Danach ging alles Zackzack und ich hatte alsbald die gesicherte Diagnose. Immerhin, seit dem zweiten Krankenhaus-Aufenthalt im November bin ich auch Nichtraucherin.

Ist also gar nicht so lange her, dass ich noch dachte, ich würde mindestens 80 Jahre alt werden. Und vor allem, dass ich noch alles essen konnte.

Veröffentlicht von

Anabell

45 Jahre, weiblich, Krebsart: Pharynxkarzinom, genauer: Oropharynx (T3). Und mehr über mich hier im Blog. Oder hier: Wer ich bin.

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