Intensivstation ist Horror

Eigentlich ist die Intensivstation ja ganz nett. Die Schwestern sind sehr nett und solange man nicht aus Versehen das Teil für die Sauerstoffsättigung vom Finger zieht und es deswegen fürchterlichen Alarm gibt, ist auch alles recht unaufgeregt. Zumindest um einen selbst herum. Besuch darf man auch haben. Fernseher gäbe es auch und ansonsten habe ich am ersten Abend viel gelesen.

Die Nacht war allerdings der Horror. Ich war wirklich müde und wollte schlafen. Aber zum Ausruhen und Schlafen ist eine Intensivstation nicht wirklich gedacht. Im Bett neben mir lag eine verwirrte Frau, wohl Schlaganfall, die ständig versucht hat aufzustehen. Was natürlich bei den Schwestern ständig den Alarm ausgelöst hat. Also kam gefühlte alle 20 Minuten eine ins Zimmer bzw. um die Ecke und erklärte der armen Frau, dass sie im Krankenhaus auf der Intensivstation sei und bitte nicht aufstehen solle etc. Und so ging es die gesamte Nacht. Und nein, auch nicht auf die Toilette, sie hätte eh einen Katheder.

Und da ich den ganzen Kabeln und Schläuchen an mir selbst nicht ganz getraut habe, hatte ich Angst mir ein Schlafmittel geben zu lassen. Also habe ich am Ende vielleicht zwei Mützen Schlaf in der Nacht bekommen und war dann wie gerädert.

Aber ich komme ja heute wieder zurück auf Station. Also alles halb so schlimm.

Veröffentlicht von

Anabell

45 Jahre, weiblich, Krebsart: Pharynxkarzinom, genauer: Oropharynx (T3). Und mehr über mich hier im Blog. Oder hier: Wer ich bin.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.