Ingwer und Karotten bei Krebs

Wenn Mensch Krebs hat, dann erhält er aus der Umgebung sehr viele Ernährungstipps. Und auch wenn die Umgebung sich mal zurückhält, hat man selbst das Gefühl auch im Internet dauernd mit der Nase auf mögliche Lebensmittel gestoßen zu werden, die gut bei / gegen Krebs sein sollen. Und ständig werden einem Wunderdinge erzählt.

Ingwer soll helfen

Wir haben einen Bekannten. Der raucht auch und bekommt im Moment wohl leichte Panikanfälle, wenn er ein leichtes Kratzen im Hals verspürt. Er hat wohl Angst so zu enden wie ich und befürchtet nun ständig selbst einen Halstumor. Statt nun mit dem Rauchen aufzuhören, hat er sich für eine Wunderpille entschieden. Er schluckt nun regelmäßig Ingwerpastillen. Und schwört drauf. Immerhin gibt es wohl das eine oder andere Wehwehchen bei ihm, das seit dem er Ingwer schluckt weg ist. Er hatte u.a. wohl Probleme mit den Gelenken.

Ok, ich glaub ihm das. Und natürlich habe ich dann neugierig im Internet gesucht und da gibt es dann ja richtige Wunderdinge, die über Ingwer und Krebstherapie geschrieben werden. Daher habe ich uns jetzt auch eine Knolle Ingwer gekauft und werde jetzt wohl mal jeden Tag eine Tasse Ingwertee zubereiten. Heute habe ich damit angefangen. Das war recht lustig. Ich habe den Tee gemacht und als er etwas abgekühlt war zuerst meinem Mann zum probieren gegeben. Er fand ihn nicht sooooo schlimm, nur zu wenig Zucker (ich hatte eine Löffelspitze Honig dran). Ich hab den Ingwertee dann noch etwas abkühlen lassen und deswegen noch einmal eine Viertelstunde gewartet. Bei mir war der Ingwertee dann ziemlich scharf. Also irgendwie nicht so wirklich mein Fall.

Da ich das mit dem Ingwer aber versuchen möchte, habe ich mir nach einigen Löffeln Tee den Rest eben in die PEG gespritzt 🙂 Ich werde das einfach mal ein paar Tage versuchen. Zuerst ein paar Löffel richtig schlucken und wenn es zu scharf oder zu anstrengend wird, gibts das Zeug halt mit der Spritze.

Karottensaft

Auch Karottensaft soll wahre Wunderdinge bewirken im Kampf gegen Krebs. Allerdings muss man dann wohl zwei Liter frisch gepressten Karottensaft pro Tag wegtrinken. Das schaffe ich glaube ich noch nicht mal mit PEG, könnte aber auch daran liegen, dass unsere Saftpresse ziemlich unbequem ist und ich alleine zum Pressen von den zwei Litern einige Zeit in der Küche beschäftigt wäre. Daher versuch ich jetzt erst einmal regelmäßig ein Glas Karottensaft zu trinken und werde, wenn ich das gut schaffe, dann über eine neue Saftpresse nachdenken. Wobei ich nach ein paar Schlucken Karottensaft auch nicht wirklich Lust habe, noch mehr zu trinken. Aber auch hier hilft die PEG ganz wunderbar weiter.

Jetzt bin ich noch am überlegen, ob ich nicht in den Karottensaft ein wenig Ingwer reiben sollte. Und ich suche gerade ein Rezept, ich hatte mal eins für Karottensuppe abgeschmeckt mit Ingwer. Ansonsten kam noch Schnittlauch dran, an viel mehr kann ich mich leider nicht erinnern. Aber es wird schon wieder auftauchen.

Ich laub übrigens nicht, dass der Karottensaft oder der Ingwer Wunder bewirken werden. Aber Ingwer soll ja an sich schon anregend wirken und wenn ich etwas fitter in die Bestrahlung Anfang Januar gehe, dann ist das ebenso wenig ein Fehler, wie wenn ich dann mit Karottensaft gut gedopt bin. Mal gucken, es gibt ja noch andere Gemüse, die man auspressen kann. Ich werde demnächst auch mal rote Beete testen.

Veröffentlicht von

Anabell

45 Jahre, weiblich, Krebsart: Pharynxkarzinom, genauer: Oropharynx (T3). Und mehr über mich hier im Blog. Oder hier: Wer ich bin.

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