HNO-Konzil zur Halbzeit – Zoff mit Krankenhaus

Da ich ja gerade mit der Hälfte der Bestrahlung fertig bin soll ich zum HNO Arzt. Eigentlich sollte ich zu den Ärzten, die mich operiert haben. Aber was soll ich sagen, das Krankenhaus Winsen hat seine Stärken, aber ist nicht unbedingt wirklich flexibel. Die haben mir schon im Dezember einen Termin für die Tumorsprechstunde gegeben, allerdings erst für Ende März. Vorher wollen die mich nicht sehen, die haben sich am Telefon ziemlich vehement gewehrt. Das wäre bei ihnen so nicht üblich, ich sollte zu meinem HNO-Arzt gehen und wenn der nicht weiterkommt, dann, aber nur dann, dürfte der mir eine Einweisung geben und sie würden es dann vielleicht doch tun. Mir in den Hals gucken. Augen verdreh.

Ok.

Ich dachte, ich bin ganz clever und versuche mir, wenn ich eh schon mit denen telefoniere, mir alsbald einen Termin geben zu lassen, bei dem vielleicht mal geklärt wird, wie lange ich noch meine Trachealkanüle tragen muss. Tsja. Ich habe mich lange nicht mehr so aufregen müssen. Auch das würde erst Ende März geklärt werden. Einen Termin vorher würde es nicht geben. Dafür bestünde keine Notwendigkeit.

Ich glaube, dieser Sprechstundendame sollte man einfach mal auch eine solche Trachealkanüle für zwei Wochen legen. Nur damit sie weiß, dass es absolut nervig ist und dass jeder Tag, denn so ein Teil früher raus kann, Gold wert sein könnte. Und wenn es dann auch noch um vier Wochen geht …

Also Löcher in einen rein schneiden tut man in Winsen. Wieder zu machen ist wohl andere Baustelle. Meint zumindest die Frau am Telefon. Grübel.

Langsam weiß ich nämlich wirklich nicht, warum und wozu ich diese doofe Trachealkanüle noch brauche. Inzwischen blocke ich die noch nicht mal mehr und tagsüber habe ich immer die Sprechkanüle drin. Also, ich kann wieder richtig schlucken. Wobei sich das richtig darauf bezieht, wo das, was ich schlucke, landen soll. Mit meiner kaputten Mundschleimhaut ist ja momentan kaum mehr als Suppe oder Wasser drin. Das klappt also ziemlich gut. Wozu brauche ich also eine Kanüle im Hals?

Naja. Vielleicht hilft mir ja der HNO-Arzt weiter, bei dem ich morgen zur Bestrahlungs-Halbzeit nun Termin habe. Das war allerdings der Hals-Nasen-Ohren-Arzt bei dem ich im September wegen meiner Ohrenschmerzen war und der den Tumor nicht gesehen oder erkannt hat und mir wegen einer Halsentzündung Antibiotika verschrieben hat. Das Antibiotika hat nichts genutzt und deswegen war ich ja dann im Oktober bei der anderen Hals-Nasen-Ohren-Ärztin. Die hat zwar den Tumor dann erahnt und mich deswegen ins Krankenhaus geschickt, aber so richtig zufrieden bin ich mit ihr auch nicht. Na, mal sehen, was morgen bei dem ersten HNO-Arzt ist.

Aber das Krankenhaus und die Kanüle ist ja eh so eine Geschichte. Die haben mir im Prinzip die Kanüle verpasst (im November). Mir noch kurz gezeigt, wie man die selbst wechselt und das war es. Kein Hinweis darauf, was ich machen muss, um die wieder los zu werden (Stichwort Schlucktraining). Schon im November nicht. So als wenn so eine zusätzliche Öffnung im Hals was ganz normales wäre, was nicht stört. Aber es stört ganz erheblich. Und als ich mal meine Hausärztin nach Logopädie gefragt habe, meinte die, dass müsste mein HNO verschreiben. Die HNO-Ärztin erklärte sich ebenfalls für nicht zuständig und verwies mich ans Krankenhaus. Und das Krankenhaus will mich ja erst Ende März sehen. Seltsam.

Veröffentlicht von

Anabell

45 Jahre, weiblich, Krebsart: Pharynxkarzinom, genauer: Oropharynx (T3). Und mehr über mich hier im Blog. Oder hier: Wer ich bin.

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