Heute Tag des Nachtrags

Ja, Dienstag die Chemotherapie war eigentlich easy. Sechs Stunden rumliegen und vollgepumpt werden mit Zystostatika und Kochsalzlösung und jede Menge gegen Übelkeit. Warum ich auf meine Frage: Kann es denn Nebenwirkungen geben? Nur ein: Vielleicht ist ihnen morgen (Mittwoch) ein klein wenig übel gehört habe, das ist mir bis heute ein Rätsel.

Zum einen weil die Ärzte in der Strahlentherapie es überhaupt nicht verwunderlich fanden, dass ich mir ab Mittwoch dreckig ging. Die waren eher verwundert, dass mich die Übelkeit nach der Chemotherapie überraschte. Und zum anderen, weil mir ja nicht einfach nur ein wenig übel war, sondern so übel, dass ich beinahe nichts mehr machen konnte.

Trinken ging auch nicht. Und auch Ingwer hat nichts mehr geholfen. Bei mir war schon alles so gestört von Zytostatika, weiter als Magen ging nicht, das war die absolute Einbahnstraße, von da kannte der Inhalt dann nur noch den Weg nach oben und raus.

Am Freitag habe ich dann von dem Arzt in der Strahlentherapie zwei neue Medikamente verschrieben bekommen. Samstag waren die dann auch bei meiner Apotheke und seit dem ich die gegen 11.45 Uhr dann auch genommen habe, ging es mir auch langsam besser. Wobei meine Hauptbeschäftigung am Samstag noch aus Fernsehen gucken bestand. Heute, Sonntag, habe ich nicht nur einen halben Teller Spargelcremesuppe plus eine Flasche Sondennahrung konsumiert und einiges getrunken, nein, ich war sogar mit unserem Hund zur Mittagsrunde. Morgenrunde habe ich allerdings geschwänzt, gleich geht es aber alle gemeinsam zur Abendrunde.

Ach, ich habe außerdem endlich meine Trachealkanüle gewechselt. Da hatte ich ja ziemlich Bammel vor. Das letzte Mal hatte ich die am Montag gewechselt. Eigentlich sollte die täglich gewechselt werden, da ich aber nicht so schlimm von Schleim betroffen bin, mache ich das inzwischen nur noch alle zwei Tage. Aber Wechseln bedeutet Husten. Und Husten bei Übelkeit ist nicht gut 🙁 Aber der Wechsel nach sechs Tagen heute hat gut geklappt.

Veröffentlicht von

Anabell

45 Jahre, weiblich, Krebsart: Pharynxkarzinom, genauer: Oropharynx (T3). Und mehr über mich hier im Blog. Oder hier: Wer ich bin.

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