Haare Bad Hair Days ganz normal

Ja, die Sache mit den Haaren. Meine Schwägerin ist ja vor mir an Brustkrebs erkrankt, bei ihr hatte sich die Geschichte mit den Haaren ja sehr schnell in eine kahle Angelegenheit verwandelt. Inzwischen hat sie aber Chemotherapie etc. hinter sich gebracht und schon wieder ganz schicke kurze Haare.

Ich hatte zwar Chemotherapie, aber eine andere als sie, mir sind die Haare also nicht von der Chemo ausgefallen. Für meine Frisur war die Bestrahlung im Kopfbereich aber das Ende. Schon bevor der Krebs bei mir diagnostiziert worden war, hatte ich extremen Haarausfall (ich dachte natürlich, das wäre ein Vorbote auf die Menopause), aber durch die Bestrahlung gingen mir die Haare nun rapide aus.

Allerdings nicht alle. Und es blieben auch so viel, dass kahle Stellen am Kopf erst einmal nicht so auffällig waren. Zumal es ja auch noch Winter war, und ich da sehr häufig auch eine Mütze tragen konnte.

Es fielen also genug Haare aus, um mich vor Probleme zu stellen, aber nicht genug, als dass ich mich hätte überwinden können alle abzuschneiden. Seufz.

Und so habe ich seit Ende der Therapie und vor allem seit Ende der Mützenzeit nur noch Bad Hair Days. Ich kann die Resthaare zu einem Zöpfchen binden (ich hätte nie gedacht, dass es so kleine Haargummis gibt). Aber richtig gut sieht es nicht aus. Und da Haare nachwachsen, stehen meine Haare vor allem Morgens auch gerne mal so richtig lustig ab. Also muss ich sie auch zum Zopf binden, weil sie sonst abstehend bleiben. Argh.

Aber seid gestern bin ich wieder richtig glücklich. Ich hatte die ganze Zeit nur an unerwünschten Winkern und abstehenden Haaren gemerkt, dass sich was tut, aber nicht wirklich was davon gesehen. Gestern ist mir aber aufgefallen, dass ich an einigen Stellen richtig schönen Haarflaum habe. Vor allem im Bereich, in dem ich bestrahlt worden bin. Richtig dicht. Muss nur noch lang genug werden und dann passt das alles wieder. Jetzt bin ich ständig am Nachmessen mit den Fingern, wie viele Zentimeter es denn sind, bis mein Zopf etwas fülliger wird etc.
Also auch hier gibt es Fortschritte 🙂

Veröffentlicht von

Anabell

45 Jahre, weiblich, Krebsart: Pharynxkarzinom, genauer: Oropharynx (T3). Und mehr über mich hier im Blog. Oder hier: Wer ich bin.

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