Erste und zweite Operation von drei geglückt – Erster Krebs entfernt

Ok, das schreib ich jetzt nachträglich. Es war Donnerstag Nachmittag als ich aufwachte (Mittwoch morgen war ich in die Operation gegangen). Und irgendwie war das alles wohl viel größer und komplizierter als gedacht. Also haben die Ärzte mich Mittwoch gar nicht aufgeweckt nach dem ersten Teil der Operation (eigentlich war die OP ja für 4 Stunden angesetzt in denen sie alles hatten schaffen wollen) sondern zum weiterarbeiten am Donnerstag in die Intensivstation gebracht. Am Mittwoch haben sie dabei wohl den Tumor von meiner Rachenhinterwand entfernt. Ob sie alles erwischt haben, müssen jetzt entsprechende Proben zeigen.

Und am Donnerstag haben sie mir dann zum besseren Beatmen einen Luftröhrenschnitt gemacht und ich hab jetzt eine Kanüle zu atmen. Sie haben wohl große Angst, dass ich sonst ersticken könnte, wenn ich wach bin und nicht an der Beatmung hänge. Hat wieder etwas mit meinem kleinen komischen Kopf zu tun. Irgendwie kann ich mich nicht erinnern, dass wir uns auch auf eine Tracheotomie geeinigt haben. Aber mir wurde schon versichert, dass diese nur für ein paar Wochen maximal Monate bleiben soll. Wäre nur für den Übergang.

War aber auf jeden Fall wenig nett wach zu werden und nicht reden zu können. Ok, wäre ich intubiert gewesen hätte ich auch nicht reden können. Aber plötzlich so eine Kanüle im Hals zu haben ist schon eine ganz andere Erfahrung. Immerhin lagen schon ein Block und Kugelschreiber bereit und im großen und ganzen können die hier auch alle meine Schrift lesen. Gibt also schlimmeres.

Auch die eigentliche Krebs-Operation soll gut gelaufen sein.

Jetzt hänge ich bis Freitag auf der Intensivstation rum.

Achja, meinen Mann hat man dann auch angerufen. Der saß natürlich nun seit Mittwoch morgen wie auf glühenden Kohlen zu Hause. Aber er kam dann auch bald und hat mich eine gute Stunde besucht. War ganz lustig. Und so schlecht ging es mir für zwei Tage Operation am Donnerstag auch nicht.

Achja: Zwar hab ich nun eine Tracheotomie, dafür musste mir nix am Kiefer gebrochen werden und auch nicht der Hals aufgeschnitten werden, um an den Tumor zu kommen. Luftröhrenschnitt gegen Kieferbruch, das ist doch mal ein Tausch 🙂

Für die Tracheotomie hat man sich hier wohl auch deswegen entschieden, da ja immer noch eine Operation und zwar die an den Lymphknoten fehlt. Und diese wird wohl wieder so um die vier Stunden dauern.

Veröffentlicht von

Anabell

45 Jahre, weiblich, Krebsart: Pharynxkarzinom, genauer: Oropharynx (T3). Und mehr über mich hier im Blog. Oder hier: Wer ich bin.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.