Dritte Woche Bestrahlung überstanden

So, die dritte Woche Bestrahlung ist überstanden. Bleiben nur noch vier Wochen. Ächtz.

Zwischenfazit: Meine Mundschleimhaut hat sich (entweder durch die Bestrahlung und/oder durch die Chemotherapie vor zehn Tagen) verabschiedet. Ohne meine PEG würde ich verhungern. Aber immerhin, gestern Abend habe ich eine kleine Kartoffel mit ein wenig Soße geschafft. Heute Abend werde ich das erneut versuchen. Nicht, dass ich noch das Schlucken verlerne. Selbst Trinken geht derzeit so gut wie nicht. Wenn es hoch kommt, schaffe ich so 100 ml Wasser am Tag durch den Mund zu schleusen. Ich will die ganze Zeit schon Eis probieren. Aber irgendwie habe ich mich dazu noch nicht aufraffen können.

Außerdem ist mir immer noch etwas übel. Gar kein Vergleich zu der Übelkeit in den drei Tagen direkt nach der Chemotherapie, aber so eine Grundübelkeit ist immer noch als leicht nerviges Element vorhanden.

Ebenfalls nervig: Ich kann nicht schlafen. Da hätte ich mal die Gelegenheit, den ganzen Tag auf Schlafmütze zu machen und was ist? Schlafen geht nicht. Mittags lege ich mich zwar zwei Stunden ins Bett, aber wenn ich da dann 20 Minuten döse, das ist schon voll. Und nachts wache ich ständig auf. Gestern Nacht bin ich um 1.10 Uhr ins Bett gegangen. Irgendwann bin ich aufgewacht, fühlte mich fast ein wenig erholt und dachte, prima, waren bestimmt drei Stunden. Geh ins Bad, guck da auf den Wecker: 2:03 Uhr. Grrrrr. Immerhin hatte ich letzte Nacht kaum Probleme mit meinen Beinen, in der Nacht davor hatten die eine volle Tanzkarte und haben mangels Tanzpartner so im Bett getanzt. Restless Legs nennt sich das Phänomen wohl. Sehr nervig. Mit ruhelosen Beinen kann ich nämlich nicht schlafen.

Naja. Noch vier Wochen Bestrahlung und noch eine Chemotherapie. Noch ziemlich lange. Seufz. Wenn ich wenigstens was richtiges Essen könnte.

Veröffentlicht von

Anabell

45 Jahre, weiblich, Krebsart: Pharynxkarzinom, genauer: Oropharynx (T3). Und mehr über mich hier im Blog. Oder hier: Wer ich bin.

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