Die Sache mit dem Essen

So, nach dem ja nun der Tracheostomaverschluss höchst erfolgreich hinter mir liegt, bleibt nur noch die PEG. Inzwischen habe ich es ja geschafft, so viel extra zu meinen zwei Flaschen Sondennahrung zu essen, das ich tatsächlich zwei Kilo zugenommen habe und an der 50 Kilogramm Marke kratze. Wenn das kein Erfolg ist.

Nur ist das mit dem Essen weiterhin leicht problematisch. Brot geht nur, wenn es wirklich frisch ist. Fleisch nur in ziemlich kleinen Portiönchen und natürlich nur bestimmte Fleischsorten und bestimmte Zubereitungen. Was ganz gut geht sind pürierte Suppen und mein Müsli.

Jetzt stellt sich natürlich die Frage, wie ausgewogen kann eine Ernährung nur mit Müsli und ein paar Gemüsesuppen sein? Zumal ich ja nicht nur auf eine bestimmte Anzahl von Kalorien kommen muss, sondern eben auch alle Vitamine und Mineralstoffe etc. brauche. Da sehe ich für die B12-Vitamine und fürs Eisen eher schwarz. Eisen wollte ich ja über Rote Bete Saft reinbekommen, nur packt mein Entsafter das nicht. Und ich kann eher viel Saft trinken als viel von der Knolle essen.

Im Moment beschäftige ich mich also sehr viel mit dem Essen. Immerhin habe ich gestern festgestellt, dass Walnüsse im Müsli auch essbar bzw. schluckbar sind. Das wäre ja, auch wegen der Kalorienzufuhr, schon mal ganz gut.

Nächste Woche werde ich mich viel mit den Gemüsesuppen beschäftigen. Da hat mein Mann Spätschicht und wir würden so oder so nicht gemeinsam Essen. So kann ich mir Nachmittags oder Abends also eine Karottensuppe pürieren und ihm dann was Gescheites nachts machen. Ich werde die Rezepte hier dann auch veröffentlichen, ich bin ja sicherlich nicht die Einzige, mit solchen Problemen.

Achso, Schokolade kann ich inzwischen essen, aber sie schmeckt nicht wirklich.

Veröffentlicht von

Anabell

45 Jahre, weiblich, Krebsart: Pharynxkarzinom, genauer: Oropharynx (T3). Und mehr über mich hier im Blog. Oder hier: Wer ich bin.

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