Johan Cruyff an Krebs gestorben

Im Alter von nur 68 Jahren ist der niederländische Außnahmefußballer Johan Cruyff heute an den Folgen seiner Krebserkrankung verstorben. Bei dem Niederländer, der in den 1970er Jahren zu Europas größten Fußballern gehörte und in dieser Zeit auch beim FC Barcelona unter Vertrag stand, war Lungenkrebs diagnostiziert worden. Im Oktober letzten Jahres hatte r die Diagnose erhalten, damals war er voller Zuversicht gewesen und hatte fest an eine Genesung geglaubt. Nach einer Chemotherapie war von sehr positiven Resultaten die Rede gewesen.
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Humor ist wenn … – Ich war nicht krank diesen Winter

Neulich stehen wir abends in der Kälte im Wald. Wir, unser Hund, eine Gassi-Geh-Bekannte und ihr Hund. Sie war zum dritten oder vierten Mal in diesem Winter erkältet. Unterhalten wir uns so. Mein ich irgendwann: Also ich war hier noch nicht einmal krank.
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Postbote irritiert – Lohnt sich bestellen für Krebskranke?

Heute haben wir drei Sendungen mit der Post bekommen. Zwei waren für meinen Mann, er hat T-Shirts zum Thema Labrador selbst entworfen und nun sind die endlich gekommen. Und dann hat er noch eine Druckerpatrone gebraucht und die gab es bei Amazon günstig. Da ich festgestellt habe, dass ich Sachen mit Sahne gut essen kann, hab ich mir da gleich einen Sahnesyphon bestellt und der kam heute eben mit den Druckerpatronen.
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Langsam herantasten ans Essen

Heute habe ich für meinen Mann Frikadellen zum Abendessen gemacht. Mit Nudelsalat. Ich habe ja lange hin und her überlegt wegen der Zwiebeln für die Frikadellen. Selbst Zwiebel schneiden geht seit meiner Krebserkrankung so gar nicht. Es ist nämlich voll ätzend, den Mund dann voller bittern Zwiebelgeschmack zu haben, nur weil man mit den Händen arbeitet. Und der Zwiebelgeschmack im Mund geht auch ewig nicht weg. Wenn ich rote Zwiebeln grob würfele für den überbackenen Schafskäse aus dem Ofen, dann nehme ich immer kleine Plastikbeutel. Von denen habe ich noch ca. 2.000 Stück, die müssen eh mal weg. Nur sind die Beutel so klein, dass man damit gerade einmal die Zwiebel festhalten kann, richtig fein würfeln, wie für Frikadellen nötig, ist nicht.

Aber die Tiefkühltruhe war mein Freund. Früher gab es ja Zwiebeln noch aus der Tube, heute gibt es die aber gewürfelt in der Tiefkühlabteilung. Ich persönlich würde sie zwar noch ein wenig feiner würfeln für Frikadellen, aber so war das auch ok. Frikadellen formen mit den Händen ging dann auch ohne Tüte.
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Arbeiten – Immerhin drei bis vier Stunden am Tag gehen schon

So, knapp vier Monate nach der ersten Krebsoperation im November, nach sieben Wochen Bestrahlung und Chemotherapie, arbeite ich ja wieder. Als Selbstständige hat man ja wenig Alternativen, ok, Hartz IV wäre noch eine Idee, aber dafür verdienen wir im Haus trotz meiner Krankheit doch zu viel. Aber gut zu wissen, dass es so etwas gibt.

Ich hab ja schon die Wochen davor immer mal vor dem PC gesessen und so ein oder zwei Stunden gearbeitet. Am 14. März war dann für mich selbstgesetzter Arbeitsbeginn und eigentlich klappt es ganz gut.

Ich stehe nach so sechs Stunden schlaf gegen 9 Uhr auf, manchmal auch gegen 9.30 Uhr (das nervt wirklich, das nicht richtig durchschlafen können). Dann bin ich ca. 20 Minuten am wach werden und hau mir schon mal Wasser und Sondennahrung über die PEG rein. Dann geht es eine Stunde mit dem Hund raus.

Dann arbeite ich am Vormittag ca. 2 Stunden. Am Nachmittag kommen noch mal 2×1 Stunde hinzu und am Abend meist ebenfalls noch eine Stunde. Wenn ich die Zeit abziehe, wo ich auch ins Bad muss, um mir den Mund auszuspülen oder in Facebook gucke, dann komme ich auf ca. vier Stunden Arbeitszeit am Tag.

Gar nicht so schlecht, vier Monate nach der ersten Krebsoperation. Dazu kommen ja noch drei Mal am Tag ausgehen mit dem Hund (ca. 2,5 Stunden), ab und an einkaufen, kochen, Wäsche waschen, ein wenig putzen …

Aber ich bin froh, wenn noch mehr Kraft zurück kommt…

Ach ja, die Schlaferei.

Ich gehe spätestens gegen 1 Uhr ins Bett. Dann liege ich bis ca. 2 Uhr wach. Dann nicke ich ein, gegen 3 Uhr wache ich auf. Dann bin ich wieder eine halbe Stunde wach und dann schaffe ich es drei bis vier Stunden durchzuschlafen. Wieder wach und dann noch mal eine Mütze Schlaf dazu. So ab 8 Uhr wache ich meist auf, nicht immer schaffe ich es noch einmal einzudösen. So fünf bis sechs Stunden Schlaf sind es dann meist nur. Und am Nachmittag lege ich mich noch einmal eine gute Stunde ins Bett. Aber das ist fast völlig erfolglos. Schlafen kann ich da nicht. Aber auch das Hinlegen tut gut und lädt die Batterien auf.

So, jetzt ist es 0:32 Uhr – ab ins Bett. Eine Stunde die dunkle Decke anstarren….

Guido Westerwelle ist tot

Der ehemalige Außenminister und FDP-Politiker Guido Westerwelle ist heute gestorben. Wie es heißt nach langem Kampf gegen Krebs. Guido Westerwelle wurde 54 Jahre alt. 2014 war bei dem Politiker Leukämie diagnostiziert worden. Trotz einer Stammzellenspende hat er es nicht geschafft. Am Ende starb er an den Folgen einer Lungenentzündung.

Letztes Jahr im November als ich selbst ins Krankenhaus kam, hatte ich über die Krebserkrankung von Guido Westerwelle gelesen (und war ganz kurz davor sein Buch zu kaufen, da es Mut machend sein soll).

Das mit dem Essen ist und bleibt so eine Sache

Immer noch bin ich leider zu fast 100 Prozent von meiner PEG abhängig. Essen und Trinken sind wirklich immer noch Schwerarbeit. Nebenher Wasser trinken und sich nicht voll auf den Akt des trinkens zu konzentrieren ist ebenso gefährlich wie einfach was zu essen oder zu 200 Prozent bei der Sache zu sein. Hustenanfälle sind die Folge und zwar richtig anstrengend. Beim Essen und Trinken ein wenig Fernsehen zu schauen ist so das Maximum an Ablenkung was klappt. Sollte aber nichts spannendes sein, also Fußball geht gar nicht.

Naja. Wasser schaffe ich zu Zeit trinkend am Tag 200 ml rum. So viel ist es aber auch nur, weil ich die Hälfte davon zum Essen benötige. Denn Essen ohne Wasser geht gar nicht.
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Luftröhrenschnitt wasserdicht abkleben

Die Trachealkanüle ist zwar seit fast zwei Wochen raus, aber mein Loch im Hals vom Luftröhrenschnitt ist natürlich in der kurzen Zeit noch nicht zugewachsen. Das ist vor allem beim Duschen mit Haare waschen etwas nervig. Da ich derzeit aber nur einmal die Woche Haare wasche (öfter ist mir zu anstrengend, pack ich nicht), hatte ich heute zum zweiten Mal den Spaß. Letzte Woche hatte ich nicht richtig abgeklebt und mitten beim Haare waschen dann gemerkt, dass es sozusagen in den Hals regnet.

War kein schönes Gefühl, und ich hab dann sehr vorsichtig das Haare waschen beendet, nicht dass ich noch in der Badewanne ertrinke. Das ist kein Scherz, schließlich läuft das Wasser durch das Loch ja nicht wirklich in den Hals sondern kann eben in der Lunge landen.
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Essen und Trinken – Lebensqualität zurückerobern

Ich verlasse mich was Essen und Trinken betrifft ja weiterhin zu 100 Prozent auf meine Magensonde und die Sondennahrung dazu. Meine PEG hält mich am Leben, aber sie macht mich auch faul. Denn ich muss es ja gar nicht probieren mit dem Essen und Trinken, ich werde ja auch so am Leben erhalten.

Nur denke ich, dass es so noch länger dauert, bis ich endlich mit Genuss meine erste richtige Mahlzeit essen kann. Also habe ich in den letzten Tagen immer mal wieder probiert etwas zu essen und zu trinken.
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Arbeitsbeginn nach Krebs: 14. März 2016

Ok, ich bin selbständig und natürlich arbeite ich schon seit ein paar Tagen jeden Tag ein bisschen. Gerade weil ich selbständig bin. Aber ich habe mir schon während der Bestrahlung Mitte März als offiziellen Arbeitsbeginn festgelegt. Und morgen ist es soweit, ab morgen werde ich wohl mindestens vier Stunden am Tag arbeiten. Das ist zumindest mein Ziel. Und ich meine arbeiten und nicht in Facebook abhängen. Selbst wenn die Gruppe dort was mit Arbeit zu tun hat, es ist abhängen. Und auch Blogs lesen zählt nicht als arbeit. Ich meine richtig arbeiten. Jeden Tag vier Stunden. Und zwar in kleine Häppchen: 2×2 Stunden. Mal gucken, ob das klappt. Mal schauen, was ich in der Zeit packe.

Heute Abend werde ich noch meinen Schreibtisch aufräumen. Dann habe ich morgen gleich einen sauberen Start.