Zweiter Krankenhausaufenthalt – Dem Krebs soll es an den Kragen gehen

Letzte Woche war ja das Ergebnis meiner ersten Operation da. Ein Tumor an der Rachenhinterwand. Zwei Möglichkeiten hätte ich: Erst Operation und dann Bestrahlung und Chemotherapie oder auf Operation verzichten und mein Glück nur mit Bestrahlung und Chemotherapie versuchen.

Hm. Irgendwie fände ich das etwas seltsam, den Tumor im Hals zu lassen und ihm nur mit Bestrahlung zu bekämpfen. Daher habe ich mich für die Operation entschieden. Morgen. Geht es zum zweiten Mal ins Krankenhaus. Am ersten Tag stehen wohl wieder tausend Untersuchungen an. Ich hab das Gefühl, dass der Tumor in den letzten Tagen gewachsen ist. Schlucken fällt mir zunehmend schwerer. Trotzdem gibt es heute Abend noch mal selbstgemachte Hamburger.

Wie lange ich im Krankenhaus bleiben muss? Wohl zehn Tage bis zwei Wochen, so jedenfalls die erste Prognose. Ich hab natürlich wieder tolles Glück und ausgerechnet am ersten Wochenende, dem Wochenende jetzt an dem ich bestimmt noch vollständig neben mir stehen werde und im Bett bleiben muss, da ist El Clasico, Real Madrid empfängt FC Barcelona. Und so schlecht wie im Krankenhaus der Empfang war, werde ich das Spiel wohl verpassen. Grmpf.

Aber Gesundheit geht vor.

Achja, morgen ist nicht nur Einlieferung sondern auch mein letzter Tag als Raucherin. Ich habe zwar in den letzten Tagen drei ernsthafte Versuche unternommen das Rauchen endlich sein zu lassen, aber ich hab es nur einmal bis zum Mittag ausgehalten. Am Dienstag ist also um 22 Uhr Ende mit Rauchen. Ich freue mich schon auf meine letzte Zigarette am Abend (wahrscheinlich in der Kälte, mit Glück ohne Regen).

So. Koffer sind gepackt. Schlafanzüge, mein Bademantel und viel zu lesen.

Zwei Wochen Krankenhaus. Zwei Wochen kein Kuscheln mit Hund auf der Couch. Zwei Wochen Krankenhauskost (uuuh). Und zwei Wochen mein Mann nur auf Besuch. Ich hab ja sowas von keine Lust.