Chemotherapie Heftige Übelkeit am nächsten Tag

Mich hat es jetzt so richtig von den Nebenwirkungen erwischt. Am Dienstag war die erste Chemotherapie und da habe ich mit der netten Schwester noch Witze gemacht, dass mir nie wieder im Leben übel werden kann, bei den ganzen Mitteln gegen Übelkeit, die ich mit dem Zytostatika bekommen habe.

Dienstag ging es mir was das betrifft auch noch gut. Ich war nach dem Stress (von Chemotherapie im Eiltempo zur Bestrahlung) fix und alle, aber sonst ging es mir gut. Heute nicht mehr. Seit dem ich wach bin ist mir übel. Eine solche Übelkeit habe ich noch nicht erlebt. Seit 8 Uhr heute morgen geht das so. Eigentlich hätte ich heute die Trachealkanüle wechseln müssen. Aber dabei huste ich immer stark. Und Übelkeit und Husten und dann eine Trachealkanüle in der Hand? Das habe ich lieber gelassen.

Mit dem Hund war ich trotz Übelkeit im Wald. Statt von da dann direkt zur Praxis zu gehen, in der ich gestern die Chemotherapie erhalten habe, habe ich erst einmal Belege und Schreiben für meine Krankenkasse zusammengesucht, damit ich endlich ganz offiziell wieder kranken versichert bin und auch einen Beförderungsschein erhalte. Dann ging es aber zur Chemo-Praxis. Da hat sich dann nach 20 Minuten Warten auch der Arzt um mich gekümmert, der hat mir eine Infusion mit Cortison verpasst. Dazu gab es noch ein Rezept für Ondansetron Hexal mg Schmelztabletten.

Tsja. Das Cortison hat entweder nichts genutzt oder hat sich sofort verflüchtigt, nachdem ich ja von der Praxis erst noch zum Bahnhof laufen musste und von dort nach Hamburg rein zur Bestrahlung musste. In der Klinik dort ging es mir dann richtig übel, aber die Bestrahlung habe ich irgendwie überstanden. Mir ist zum Glück nur übel, aber ich habe nicht den Reiz, das auch wirklich ausleben zu müssen. In der Bestrahlungsklinik habe ich dann noch einen Arzt gesehen, da gab es noch ein Rezept für Ondansetron. Aber das wars auch. Offenbar kann man wohl gegen diese Übelkeit nicht wirklich was tun? Die Ärztin war nur etwas erstaunt zu hören, dass ich nur zwei Mal zur Chemotherapie muss. Zwischen ihrer Klinik und der Klinik mit der Chemotherapie war eigentlich jede Woche ausgemacht. Ganz ehrlich, bei der Übelkeit nach dem ersten Termin bin ich sehr froh, dass ich das nicht jede Woche mitmachen muss.

Naja. Von der Klinik in Hamburg ging es mit S-Bahn und Bus wieder nach Hause. Zuvor ging es noch in die Apotheke. Ich gebe der guten Dame mein Rezept, bin schon kaum noch in der Lage mich wirklich aufrecht zu halten. Meint die: Das haben wir nicht da. Meine ich: Das ist nicht gut, das ist gegen Übelkeit und mir ist richtig schlecht. Hat sie sich wohl schon gedacht. Medikament kommt am Abend per Bote.

Dann noch mit dem Vierbeiner an die Frische Luft. Dann habe ich noch meine Schmerzmittel genommen. Immerhin blieben die drin im Magen. Und dann ins Bett. Schlafen ging zum Glück auch. Aber seit dem ich wach bin, ist mir wieder übel. Inzwischen kam das Medikament an. Werde ich gleich mal nehmen.

Ich hab ihm Internet nachgelesen, dass es wohl den einen oder anderen Patienten gibt, der so auf Zytostatika reagiert. Eine so heftige Übelkeit nach der Chemotherapie, die ich hatte, ist wohl nicht die Regel. Schließlich habe ich Krebs im Mundbereich, nicht im Magen-Darm-Trakt oder so.

Kanüle hab ich immer noch nicht gewechselt. Was mach ich nur, wenn es mir morgen immer noch so übel geht? Seufz.

Veröffentlicht von

Anabell

45 Jahre, weiblich, Krebsart: Pharynxkarzinom, genauer: Oropharynx (T3). Und mehr über mich hier im Blog. Oder hier: Wer ich bin.

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