Restless Legs Nebenwirkung der Chemotherapie

Eine sehr unangenehme Nebenwirkung der Chemotherapie sind meine ruhelosen Beine, Restless Legs. Die bei der Chemotherapie eingesetzten Medikamente sind echte Hammerpräparate, kein Wunder, sie sollen ja nicht nur die Zellteilung verhindern sondern auch Zellen zum Absterben bringen. Dabei gehen neben den bösen Krebszellen eben auch ein paar gute und nützliche Zellen hops.

Und daher gibt es eben einige Nebenwirkungen. Über die bin ich vor der Chemotherapie auch aufgeklärt worden, allerdings eher oberflächlich. Ganz so genau wollte ich es auch nicht wissen. Ich hatte ja eh nicht wirklich eine Wahl. Klar hätte ich sagen können, nö, mach ich nicht, keine Chemotherapie, Bestrahlung reicht mir. Aber das ist eine ziemlich doofe Situation. Kommt dann der Krebs zurück, dann bin ich ja quasi selbst schuld, weil ich nicht alles getan habe. Und wer will schon schuld an einem Rückfall bzw. seinem Tod sein? Ich nicht. Also Augen zu und durch durch die Chemotherapie.
Restless Legs Nebenwirkung der Chemotherapie weiterlesen

Fortschritte? Geduld ist nicht meine Stärke. Nebenwirkungen Chemotherapie

Ok, die Bestrahlung ist beendet. Die Trachealkanüle ist auch raus. Aber ansonsten habe ich nicht das Gefühl Fortschritte zu machen. Ich arbeite wieder ein wenig, aber nicht viel, eine Stunde oder so am Tag, ich bin einfach zu erschöpft.

Und schlafen kann ich kaum. Zwar huste ich nicht mehr so schlimm seit dem die Kanüle raus ist, aber ich kann nicht schlafen und das obwohl ich total müde bzw. kaputt bin. Ich bin stehend k.o. und gehe ins Bett und kann da nicht schlafen.
Fortschritte? Geduld ist nicht meine Stärke. Nebenwirkungen Chemotherapie weiterlesen

Zweite Chemotherapie hinter mich gebracht

So, Dienstag hatte ich das zweite Mal Chemotherapie. Entsprechend fühle ich mich heute auch: Schlecht. Und das ist auch wieder wörtlich zu nehmen. Allerdings ist mir nicht ganz so übel wie vor drei Wochen, ich habe diesmal bereits am Tag der Chemotherapie damit begonnen die Tabletten zu nehmen. Ich nehme diesmal tatsächlich die Ondansetron Hexal 8 mg. Beim letzten Mal habe ich den Fehler gemacht und als es mir schon richtig schlecht ging die Nebenwirkungen durchgelesen. Und die klangen mir dann doch zu furchteinflößend.

Die schlimmen Nebenwirkungen vom Ondansetron sind bei mir zwar nicht aufgetreten, dafür habe ich seit gestern Kopfschmerzen. Ist aber noch auszuhalten.

Chemotherapie bekommen ist ja nicht schlimm. Fünf bis sechs Stunden rumliegen und was in die Venen zu bekommen ist ja wirklich kein Akt. Aber die Nebenwirkungen sind einfach nur gemein.

Gestern kam dann auch noch mein Arzt vorbei. Zweimal. Beim ersten Mal wollte er wissen welche Nebenwirkungen ich beim letzten Mal hatte und wie lange mir übel war. Und er meinte, dass der Arzt von der Bestrahlung angerufen hätte, denn der hatte eigentlich unbedingt gewollt, dass ich die Chemotherapie voll begleitend bekommen sollte und damit jede Woche. Der von der Chemotherapie hatte dann aber entschieden, da ich keine Port habe und die Chemo daher direkt in die Venen kommt, dass das besser wäre, das auf zwei Mal zu bündeln. Irgendwie gab es darüber dann wohl einen ärztlichen Disput. Mein Arzt von der Chemotherapie hat sich dann wohl durchgesetzt.

Und irgendwie bekomme ich nur zwei Mal Chemotherapie statt, was wohl bei sieben Wochen Bestrahlung üblicher wäre, drei Mal. Das liegt daran, dass ich aufgrund eines der vielen Missverständnisse in meiner Behandlung eine Woche später mit der Chemotherapie angefangen habe. Soll mir recht sein. Die eine fehlende Chemotherapie wird sicherlich keinen zweistelligen Prozentsatz bei meiner Überlebensrate bedeuten. Und da mir die Chemotherapie ja gar nicht bekommt, werde ich eine dritte nicht unbedingt vermissen.

Als ich mit der Chemotherapie dann fast durch war und die beiden anderen Damen, die auch Infusionen bekommen haben, raus aus dem Zimmer waren, kam mein Chemo Arzt erneut. Diesmal erklärte er mir, dass die Zahl meiner Leukozyten heute wohl überhaupt nicht gut gewesen sein, wohl fast grenzwertig für die Chemotherapie. Als ich das erste Mal da gewesen sei, also eine Woche vor der ersten Chemotherapie hätte die Zahl meiner weißen Blutkörperchen noch bei 5000 gelesen. Das sei gut, der Normalwert sei nämlich bei 4000 bis 10.000. Bei der letzten Chemotherapie habe man wohl die Zahl nicht ermittelt und heute seien sie dann bei nur 2.500 gewesen. Besondere Vorsichtsmaßnahmen meinerseits seien jetzt nicht vonnöten, von offensichtlich kranken Menschen sollte ich mich halt fernhalten. Und außerdem hätte ich jetzt noch Sondertermine für die Freitage, Blut abnehmen und Leukozyten zählen. Na, toll. Aber ich sag es immer wieder, Krebs haben ist und bleibt ein Fulltime Job.

Ich bin mal gespannt, wie viele weiße Blutkörperchen am Freitag in meinem Blut rumschwimmen.

Zweite Chemotherapie steht an

Morgen ist es soweit, meine zweite (von insgesamt auch nur zwei) Chemotherapie steht an. Ich habe jetzt schon Horror davor. Nach der letzten Chemotherapie vor drei Wochen war mir tagelang richtig übel. Mir war so schlecht, dass ich heftige Medikamente nehmen musste. Und nach der Chemotherapie hat sich auch meine Mundschleimhaut verabschiedet. Und die hatte sich gerade so weit erholt, dass ich am Wochenende kurz darüber nachgedacht habe, mal wieder etwas Suppe zu schlürfen (ich war dann aber am Abend immer so erschöpft vom Tag, dass ich auf die Suppe doch verzichtet habe). Gerade habe ich also die Nebenwirkungen der Chemotherapie einigermaßen überwunden, mir geht es fast schon wieder gut, und nun steht die zweite Chemotherapie an.

Ach, eine weitere Nebenwirkung der Chemo war, dass ich sehr schlecht schlafen konnte. Nachts bin ich ständig aufgewacht. Und Tagsüber war höchstens mal zehn Minuten Dösen am Stück drin. Am Wochenende habe ich sogar bei der Siesta mal eine halbe Stunde schlafen können.

Absoluter Horror vor morgen.

Dabei ist die Chemotherapie nicht schlimm. Man liegt ca. fünf bis sechs Stunden auf einem halbwegs bequemen Liegesessel rum. Bisschen Dösen geht, Schlafen nicht wirklich. Dafür ist da viel zu viel Aktion. Beim letzten Mal ging es mir am Tag der Chemotherapie auch gut, die Übelkeit kam erst am Tag danach. Und auch das kaum noch Schlafen können trat nicht sofort auf. Und jetzt geht das bestimmt wieder von vorne los.

Also morgen Chemotherapie. Und noch insgesamt 13 Bestrahlungen. Noch 2,5 Wochen und ich hab zumindest die Therapie überstanden. Dann noch zwei, drei Wochen und ich kann vielleicht endlich wieder etwas essen. Hoffentlich.

Heute Tag des Nachtrags

Ja, Dienstag die Chemotherapie war eigentlich easy. Sechs Stunden rumliegen und vollgepumpt werden mit Zystostatika und Kochsalzlösung und jede Menge gegen Übelkeit. Warum ich auf meine Frage: Kann es denn Nebenwirkungen geben? Nur ein: Vielleicht ist ihnen morgen (Mittwoch) ein klein wenig übel gehört habe, das ist mir bis heute ein Rätsel.

Zum einen weil die Ärzte in der Strahlentherapie es überhaupt nicht verwunderlich fanden, dass ich mir ab Mittwoch dreckig ging. Die waren eher verwundert, dass mich die Übelkeit nach der Chemotherapie überraschte. Und zum anderen, weil mir ja nicht einfach nur ein wenig übel war, sondern so übel, dass ich beinahe nichts mehr machen konnte.

Trinken ging auch nicht. Und auch Ingwer hat nichts mehr geholfen. Bei mir war schon alles so gestört von Zytostatika, weiter als Magen ging nicht, das war die absolute Einbahnstraße, von da kannte der Inhalt dann nur noch den Weg nach oben und raus.

Am Freitag habe ich dann von dem Arzt in der Strahlentherapie zwei neue Medikamente verschrieben bekommen. Samstag waren die dann auch bei meiner Apotheke und seit dem ich die gegen 11.45 Uhr dann auch genommen habe, ging es mir auch langsam besser. Wobei meine Hauptbeschäftigung am Samstag noch aus Fernsehen gucken bestand. Heute, Sonntag, habe ich nicht nur einen halben Teller Spargelcremesuppe plus eine Flasche Sondennahrung konsumiert und einiges getrunken, nein, ich war sogar mit unserem Hund zur Mittagsrunde. Morgenrunde habe ich allerdings geschwänzt, gleich geht es aber alle gemeinsam zur Abendrunde.

Ach, ich habe außerdem endlich meine Trachealkanüle gewechselt. Da hatte ich ja ziemlich Bammel vor. Das letzte Mal hatte ich die am Montag gewechselt. Eigentlich sollte die täglich gewechselt werden, da ich aber nicht so schlimm von Schleim betroffen bin, mache ich das inzwischen nur noch alle zwei Tage. Aber Wechseln bedeutet Husten. Und Husten bei Übelkeit ist nicht gut 🙁 Aber der Wechsel nach sechs Tagen heute hat gut geklappt.

Medikament gegen Übelkeit nach Chemotherapie mit Zytostatika

Etwas verwundert waren die Ärzte bei der Strahlentherapie auch, das ich mich geweigert habe das eine Medikament gegen Übelkeit zu nehmen, was mir am Mittwoch verschrieben worden war. Ich habe dem einen Arzt mehrfach versucht zu erklären, dass ich bei 1:10 für Kopfschmerzen schon wenig begeistert war, aber als ich 1:100 für Krampfanfälle und 1:100 Bewegungsstörungen, darunter auch Störungen bei der Okulomotorix (also was am Auge), da konnte ich das nicht mehr nehmen. Wie stellen die sich das vor? Ich bin vormittags alleine zu Hause, muss mit dem Hund raus, schlimm genug, dass mir schlecht ist, dann bekomme ich noch Krampfanfälle? Und wenn ich dann in Richtung Bus muss, um zur Bestrahlung zu fahren? Und dann Augenprobleme habe? Ehm, geht doch gar nicht. Was denken die? Das ich eine voll ausgebildete Krankenschwester zu Hause habe? Ja, dann müsste man mich einweisen. Ehm, geht’s noch? Für mich heißt die Alternative dann eben, ich nehme die grauenhafte Übelkeit. Ok, vielleicht nicht die allerbeste Idee, vor allem, wenn man nicht mal trinken kann. Verhungern tut man so schnell ja nicht, aber verdursten bzw. austrocknen ist da doch eine größere Gefahr.

Am Freitag gab es dann auch eine ziemliche Standpauke vom Arzt bei der Bestrahlung, der mich so gar nicht verstehen konnte. Den Hund habe ich erst mal lieber gar nicht erwähnt, auf den reagieren die dort immer etwas allergisch. So als wenn der total unwichtig wäre. Staun. Als wenn man als Krebspatient einen Hund im Tierheim abzugeben habe. Sehr unsympathisch also dort. Ich hab es halt erklärt, mit alleine zu Hause und dann mit Bus und Bahn zur Bestrahlung, da ja immer noch kein Taxischein. Und das ich nicht riskieren wollte, die Bestrahlung zu verpassen, weil ich mit Krampanfällen irgendwo in der Ecke liege.

Wobei ich ganz ehrlich sagen muss: Am meisten hat mich die Nebenwirkung mit den Augen gestört. Das ging gar nicht.

Naja, der Arzt hat mir dann zwei andere Medikamente aufgeschrieben. Da wir aber erst kurz vor 17 Uhr wieder in heimischen Gefilden waren, konnte die Apotheke mir die aber erst für Samstag besorgen. Inzwischen weiß ich, das ist ja ein Nachtrag, dass sie was genutzt haben.

Aber man kommt sich doch etwas entmündigt vor.

Chemotherapie Heftige Übelkeit am nächsten Tag

Mich hat es jetzt so richtig von den Nebenwirkungen erwischt. Am Dienstag war die erste Chemotherapie und da habe ich mit der netten Schwester noch Witze gemacht, dass mir nie wieder im Leben übel werden kann, bei den ganzen Mitteln gegen Übelkeit, die ich mit dem Zytostatika bekommen habe.

Dienstag ging es mir was das betrifft auch noch gut. Ich war nach dem Stress (von Chemotherapie im Eiltempo zur Bestrahlung) fix und alle, aber sonst ging es mir gut. Heute nicht mehr. Seit dem ich wach bin ist mir übel. Eine solche Übelkeit habe ich noch nicht erlebt. Seit 8 Uhr heute morgen geht das so. Eigentlich hätte ich heute die Trachealkanüle wechseln müssen. Aber dabei huste ich immer stark. Und Übelkeit und Husten und dann eine Trachealkanüle in der Hand? Das habe ich lieber gelassen.

Mit dem Hund war ich trotz Übelkeit im Wald. Statt von da dann direkt zur Praxis zu gehen, in der ich gestern die Chemotherapie erhalten habe, habe ich erst einmal Belege und Schreiben für meine Krankenkasse zusammengesucht, damit ich endlich ganz offiziell wieder kranken versichert bin und auch einen Beförderungsschein erhalte. Dann ging es aber zur Chemo-Praxis. Da hat sich dann nach 20 Minuten Warten auch der Arzt um mich gekümmert, der hat mir eine Infusion mit Cortison verpasst. Dazu gab es noch ein Rezept für Ondansetron Hexal mg Schmelztabletten.

Tsja. Das Cortison hat entweder nichts genutzt oder hat sich sofort verflüchtigt, nachdem ich ja von der Praxis erst noch zum Bahnhof laufen musste und von dort nach Hamburg rein zur Bestrahlung musste. In der Klinik dort ging es mir dann richtig übel, aber die Bestrahlung habe ich irgendwie überstanden. Mir ist zum Glück nur übel, aber ich habe nicht den Reiz, das auch wirklich ausleben zu müssen. In der Bestrahlungsklinik habe ich dann noch einen Arzt gesehen, da gab es noch ein Rezept für Ondansetron. Aber das wars auch. Offenbar kann man wohl gegen diese Übelkeit nicht wirklich was tun? Die Ärztin war nur etwas erstaunt zu hören, dass ich nur zwei Mal zur Chemotherapie muss. Zwischen ihrer Klinik und der Klinik mit der Chemotherapie war eigentlich jede Woche ausgemacht. Ganz ehrlich, bei der Übelkeit nach dem ersten Termin bin ich sehr froh, dass ich das nicht jede Woche mitmachen muss.

Naja. Von der Klinik in Hamburg ging es mit S-Bahn und Bus wieder nach Hause. Zuvor ging es noch in die Apotheke. Ich gebe der guten Dame mein Rezept, bin schon kaum noch in der Lage mich wirklich aufrecht zu halten. Meint die: Das haben wir nicht da. Meine ich: Das ist nicht gut, das ist gegen Übelkeit und mir ist richtig schlecht. Hat sie sich wohl schon gedacht. Medikament kommt am Abend per Bote.

Dann noch mit dem Vierbeiner an die Frische Luft. Dann habe ich noch meine Schmerzmittel genommen. Immerhin blieben die drin im Magen. Und dann ins Bett. Schlafen ging zum Glück auch. Aber seit dem ich wach bin, ist mir wieder übel. Inzwischen kam das Medikament an. Werde ich gleich mal nehmen.

Ich hab ihm Internet nachgelesen, dass es wohl den einen oder anderen Patienten gibt, der so auf Zytostatika reagiert. Eine so heftige Übelkeit nach der Chemotherapie, die ich hatte, ist wohl nicht die Regel. Schließlich habe ich Krebs im Mundbereich, nicht im Magen-Darm-Trakt oder so.

Kanüle hab ich immer noch nicht gewechselt. Was mach ich nur, wenn es mir morgen immer noch so übel geht? Seufz.

Chemotherapie und Bestrahlung

Chemotherapie und Bestrahlung an einem Tag ist wirklich anstrengend. Zwar ist bei der Chemotherapie wenig Aktion angesagt, aber man sitzt nun mal sechs Stunden angeleint an die Beutel und Flaschen da und kann nichts tun. Außer hoffen, dass es möglichst schnell vorbei ist, damit man endlich zur Bestrahlung hetzen darf.

Naja. Avisiert war die Chemotherapie mit fünf Stunden, es hat dann fast sechs Stunden gedauert, bis auch der letzte Beutel durch war, beziehungsweise der zweite Literbeutel Kochsalzlösung reingelaufen war. Unten saß schon mein Mann in Pole-Position, direkt vor dem Eingang des Krankenhauses, um mich möglichst schnell zur Bestrahlung nach St. Georg zu fahren. Um 15.25 Uhr war ich dann da und kam auch fast sofort dran, ich war wohl die letzte Bestrahlungspatientin des Tages.

Danach ging es auch fast direkt nach Hause, bei einem türkischen Supermarkt haben wir noch angehalten und was fürs Abendessen eingekauft. Ich habe es sogar gerade geschafft eine Kleinigkeit zu essen, aber auch heute bin ich wieder sehr froh über meine PEG. Ich kann was essen, aber ich muss nicht, denn alles Lebenswichtige wie Vitamine und Co. bekomme ich bequem über die PEG.

Wenn ich auch noch für mich gesund kochen müsste, oder noch anstrengender, das ganze auch noch essen, das würde ich gerade einfach nicht schaffen. Zum einen fehlt mir die Zeit, mich noch in die Küche zu stellen (und auch die Kraft). Und beides fehlt mir eben auch, zum Essen. Schließlich bin ich immer noch sehr langsam im Kauen und Schlucken. Aber es wird besser.

Achso: Nebenwirkungen von der Chemotherapie spüre ich derzeit noch keine. Ich bin einfach nur fertig und müde. Das war die erste von nur zwei Chemotherapie-Sitzungen. Ich bekomme wohl ein Medikament, dass eine Langzeitwirkung hat. Zweite Chemotherapie ist in genau drei Wochen und zwar am 2. Februar 2016. Obwohl, das was ich heute noch so gegessen und getrunken habe, hat irgendwie anders als gestern geschmeckt. Sogar das Wasser hatte nach der Chemotherapie einen anderen Geschmack als gestern. Aber kann natürlich auch an meiner Müdigkeit liegen.

Wie die Chemotherapie ablief

Da ich ja keinen Port habe, wurde mir alles über die Venen, also intravenös, iv, gegeben. Daher habe ich auch ein Medikament nicht erhalten, da es das nicht als praktische IV-Version gibt. Vielleicht habe ich deswegen noch wenig gespürt, denn das was sie mir nicht gespritzt haben (vielleicht bekomme ich noch raus, was das war) soll ziemlich heftige Nebenwirkungen haben.

Nachdem der Zugang gelegt wurde, hat mir die freundliche Helferin erst mal ein Röhrchen Blut abgezapft und dann ein Röhrchen voll von einem Medikament gegeben, dass gegen Übelkeit helfen soll. Danach gab es den ersten Liter NaCl (Kochsalzlösung) und dann wieder was gegen Übelkeit. Dann die erste Hälfte von 250ml von meinem Medikament (ja, ich musste nachgucken, wie es geschrieben wird, es ist natürlich Zytostatikum) und dann einen kleinen Beutel NaCl und dann die zweite Hälfte des Chemotherapie-Medikaments. Dann wieder NaCL, wieder ein Liter.

Unnötig zu sagen, dass ich auch ständig abgeklemmt werden musste, um die Kochsalzlösung auch wieder los zu werden. Das ist wohl wichtig, um eben das Krebsmedikament erst schnell in den Körper zu bekommen, um es dann eben ganz schnell wieder rauszuspülen. Klingt irgendwie unlogisch, aber ist eben so.

In den ersten zwei Stunden habe ich ein wenig dösen können, am Ende war es dafür einfach zu unruhig. Am Anfang war mir auch ziemlich kalt, denn der erste Beutel NaCl kam wohl direkt aus dem Kühlschrank und hat mich dann, je länger er in meine Venen lief, gut ausgekühlt. Aber zum Glück gab es da nicht nur bequeme Liegesessel sondern auch eine weiche Decke für mich.

Lustigerweise wurden die anderen Mitpatientinnen dort immer wieder gefragt, ob sie was trinken wollen. Nur ich nicht. Da ich eine Trachealkanüle und eine PEG habe, nimmt wohl jeder immer an, dass mein Mund nur noch zum Reden ist. Aber ich hab dann auch Wasser bekommen und mir ein Milky Way gegeben. Zum Glück gebe ich mir die Sondennahrung schon lange nicht mehr über Schwerkraft und Beutel sondern über Spritze. Bei 3,5 Stunden pro Beutel hätte ich heute keine 1200 Kalorien (ok, mein Ziel waren 1500, aber ich habe ja sogar etwas zu Abend gegessen) geschafft.

Fortschritt Chemotherapie

Jöh, die Hälfte geschafft 🙂 Ok, ich habe nur zwei Sitzungen Chemotherapie und eine ist erlidgt, aber mathematisch habe ich nun mal die Hälfte geschafft. Chemotherapie erleidgt ist in drei Wochen, am 2. Februar 2016. dann habe ich 100 Prozent.

Fortschritt Bestrahlung

Von 50 Prozent bin ich bei der Bestrahlung doch noch sehr weit entfernt. Ich bin in Woche zwei von sieben Wochen. Und ich habe nun sechs Bestrahlungen hinter mich gebracht, sechs von 33. Das entspricht 18,2 Prozent. Noch nicht mal ein Fünftel. Immerhin, außer leichten Geschmacksveränderungen und ein ganz ganz leicht seltsames Gefühl im Mund geht es mir gut. Also bislang kaum Nebenwirkungen, aber die sollen ja erst in der dritten Woche kommen.