Die Sache mit dem Essen

So, nach dem ja nun der Tracheostomaverschluss höchst erfolgreich hinter mir liegt, bleibt nur noch die PEG. Inzwischen habe ich es ja geschafft, so viel extra zu meinen zwei Flaschen Sondennahrung zu essen, das ich tatsächlich zwei Kilo zugenommen habe und an der 50 Kilogramm Marke kratze. Wenn das kein Erfolg ist.

Nur ist das mit dem Essen weiterhin leicht problematisch. Brot geht nur, wenn es wirklich frisch ist. Fleisch nur in ziemlich kleinen Portiönchen und natürlich nur bestimmte Fleischsorten und bestimmte Zubereitungen. Was ganz gut geht sind pürierte Suppen und mein Müsli.
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Haare Bad Hair Days ganz normal

Ja, die Sache mit den Haaren. Meine Schwägerin ist ja vor mir an Brustkrebs erkrankt, bei ihr hatte sich die Geschichte mit den Haaren ja sehr schnell in eine kahle Angelegenheit verwandelt. Inzwischen hat sie aber Chemotherapie etc. hinter sich gebracht und schon wieder ganz schicke kurze Haare.

Ich hatte zwar Chemotherapie, aber eine andere als sie, mir sind die Haare also nicht von der Chemo ausgefallen. Für meine Frisur war die Bestrahlung im Kopfbereich aber das Ende. Schon bevor der Krebs bei mir diagnostiziert worden war, hatte ich extremen Haarausfall (ich dachte natürlich, das wäre ein Vorbote auf die Menopause), aber durch die Bestrahlung gingen mir die Haare nun rapide aus.
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Krankenhaustermin für Ende Juni

So, Ende Juni darf ich dann noch einmal ins Krankenhaus. Nichts schlimmes, da wo die Trachealkanüle drin war, das soll hübsch gemacht werden, da müssen die noch einmal ran. Außerdem sollte dann das Zusatzloch im Hals auch zu sein. Also hat sich der Arzt bei der Bestrahlung natürlich doch geirrt. Nix von wegen komplett alleine zuwachsen, dafür ist da wohl einiges gemacht worden, auch damit das Loch bzw. das Stoma für die Trachealkanüle recht stabil ist. Stabilität hat ihren Preis, das Loch ist bis heute, wir haben Mitte Juni, die Trachealkanüle wurde mir Ende Februar entfernt, noch nicht zu.
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Essen ohne Speichel – Kulinarischer Wildwuchs

Tsja, auch zehn Wochen nach Ende der Bestrahlung gestaltet sich Essen für mich schwierig. Da ist zum einen das Kauen. Ohne Speichel gelingt das nicht bei allen Lebensmitteln. Und da gründlich kauen vor dem schlucken steht, kann ich eben bis heute nicht alles essen, was ich so möchte. Überhaupt ist Schlucken sehr schwer. So die ersten drei, vier, vielleicht fünf Schlucke bekomme ich beim Essen gut hin und dann kann ich ganz einfach nicht mehr, so anstrengend ist das. So werde ich vom Essen alleine natürlich kaum satt.
Aber irgendwie ist das eben dann auch ein Teufelskreis. Aus Bequemlichkeit und weil ich ja auch meine Nährstoffe und Vitamine brauche, konsumiere ich pro Tag halt weiterhin meine zwei Flaschen Sondennahrung mit 1500 Kalorien. Hab ich die aber intus, dann habe ich halt keinen Hunger mehr und damit auch keine Lust, mich mit etwas richtigem zu Essen abzuquälen. Wozu auch, satt bin ich ja.
Deswegen habe ich nun diese Woche umgestellt. Ich nehm nur eine Flasche Sondennahrung. Und schon esse ich deutlich mehr. Da eine Flasche Sondennahrung 750 Kalorien sind, sollte das was ich Esse eben auch 750 Kalorien haben, aber so gut bin ich wohl noch nicht. Selbst mit Joghurt noch nicht. Aber da ich Fortschritte mache, mach ich mir jetzt mal wegen der Kalorien Unterdeckung für ein paar Tage nicht so viel Gedanken.

Was ziemlich gut zu Essen geht: Gurken (klar, die bestehen ja eigentlich nur aus Wasser). Und gebratene Zucchini (dürfen aber nicht zu knusprig werden, sondern eher labbrig). Dazu etwas aus Schmand angerührt oder Tstatziki und es flutscht richtig. Selbst Paprika geht damit, ist aber mühsam zu kauen und zu schlucken, mühsamer als die Gurken.
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Rachenhinterwandkrebs – Sechs Monate nach der Diagnose

Gute sechs Monate ist die Diagnose nun her, die da lautete Rachenhinterwandkrebs. Und das mit 45. Mitte November letzten Jahres bin ich dann operiert worden, an einem T3. Im Januar begann dann die kombinierte Radio-Chemo-Therapie, die bis Mitte Februar ging.

Wie geht es mir heute?

Eigentlich gut. Meine Kondition wird sogar langsam etwas besser. Vor gut einem Monat habe ich noch ganz schön geächtzt, wenn ich über die Brücke auf die andere Straßenseite gegangen bin, heute ist mir aufgefallen, dass ich da fast schon rüberlaufe, wie vor meiner Krebserkrankung.

Ich bin auch immer noch Nichtraucherin. Und hab auch vor es zu bleiben.
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Wieder eine Krebs Nachsorgeuntersuchung bestanden

Letzte Woche war es soweit, zum zweiten Mal musste ich zur Tumor Sprechstunde in mein Krankenhaus. Zwar muss ich zwischen den Terminen auch immer noch zu meinem HNO, aber den nehme ich ja fachlich nicht so ganz ernst. Schließlich hatte er mir damals Antibiotika verschrieben, den Krebs hatte erst seine Urlaubsvertretung fest gestellt. Aber Schwamm drüber. Ich will ja nicht nachtragend sein.

Ich war also bei der Tumor Sprechstunde und habe Bestnoten bekommen. Alles glatt verheilt, so weit es schon verheilt sein kann und es sieht alles super aus. Außerdem hat man wohl meinen Krebs noch mal untersucht und dabei festgestellt, dass er nicht durch einen Virus verursacht wurde. Da bin ich aber froh, wenn ich schon Rachenhinterwandkrebs habe, dann doch bitte die Version die vom Rauchen kommt und nicht von einem doofen Virus.
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Humor ist wenn … – Ich war nicht krank diesen Winter

Neulich stehen wir abends in der Kälte im Wald. Wir, unser Hund, eine Gassi-Geh-Bekannte und ihr Hund. Sie war zum dritten oder vierten Mal in diesem Winter erkältet. Unterhalten wir uns so. Mein ich irgendwann: Also ich war hier noch nicht einmal krank.
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Postbote irritiert – Lohnt sich bestellen für Krebskranke?

Heute haben wir drei Sendungen mit der Post bekommen. Zwei waren für meinen Mann, er hat T-Shirts zum Thema Labrador selbst entworfen und nun sind die endlich gekommen. Und dann hat er noch eine Druckerpatrone gebraucht und die gab es bei Amazon günstig. Da ich festgestellt habe, dass ich Sachen mit Sahne gut essen kann, hab ich mir da gleich einen Sahnesyphon bestellt und der kam heute eben mit den Druckerpatronen.
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Langsam herantasten ans Essen

Heute habe ich für meinen Mann Frikadellen zum Abendessen gemacht. Mit Nudelsalat. Ich habe ja lange hin und her überlegt wegen der Zwiebeln für die Frikadellen. Selbst Zwiebel schneiden geht seit meiner Krebserkrankung so gar nicht. Es ist nämlich voll ätzend, den Mund dann voller bittern Zwiebelgeschmack zu haben, nur weil man mit den Händen arbeitet. Und der Zwiebelgeschmack im Mund geht auch ewig nicht weg. Wenn ich rote Zwiebeln grob würfele für den überbackenen Schafskäse aus dem Ofen, dann nehme ich immer kleine Plastikbeutel. Von denen habe ich noch ca. 2.000 Stück, die müssen eh mal weg. Nur sind die Beutel so klein, dass man damit gerade einmal die Zwiebel festhalten kann, richtig fein würfeln, wie für Frikadellen nötig, ist nicht.

Aber die Tiefkühltruhe war mein Freund. Früher gab es ja Zwiebeln noch aus der Tube, heute gibt es die aber gewürfelt in der Tiefkühlabteilung. Ich persönlich würde sie zwar noch ein wenig feiner würfeln für Frikadellen, aber so war das auch ok. Frikadellen formen mit den Händen ging dann auch ohne Tüte.
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Arbeiten – Immerhin drei bis vier Stunden am Tag gehen schon

So, knapp vier Monate nach der ersten Krebsoperation im November, nach sieben Wochen Bestrahlung und Chemotherapie, arbeite ich ja wieder. Als Selbstständige hat man ja wenig Alternativen, ok, Hartz IV wäre noch eine Idee, aber dafür verdienen wir im Haus trotz meiner Krankheit doch zu viel. Aber gut zu wissen, dass es so etwas gibt.

Ich hab ja schon die Wochen davor immer mal vor dem PC gesessen und so ein oder zwei Stunden gearbeitet. Am 14. März war dann für mich selbstgesetzter Arbeitsbeginn und eigentlich klappt es ganz gut.

Ich stehe nach so sechs Stunden schlaf gegen 9 Uhr auf, manchmal auch gegen 9.30 Uhr (das nervt wirklich, das nicht richtig durchschlafen können). Dann bin ich ca. 20 Minuten am wach werden und hau mir schon mal Wasser und Sondennahrung über die PEG rein. Dann geht es eine Stunde mit dem Hund raus.

Dann arbeite ich am Vormittag ca. 2 Stunden. Am Nachmittag kommen noch mal 2×1 Stunde hinzu und am Abend meist ebenfalls noch eine Stunde. Wenn ich die Zeit abziehe, wo ich auch ins Bad muss, um mir den Mund auszuspülen oder in Facebook gucke, dann komme ich auf ca. vier Stunden Arbeitszeit am Tag.

Gar nicht so schlecht, vier Monate nach der ersten Krebsoperation. Dazu kommen ja noch drei Mal am Tag ausgehen mit dem Hund (ca. 2,5 Stunden), ab und an einkaufen, kochen, Wäsche waschen, ein wenig putzen …

Aber ich bin froh, wenn noch mehr Kraft zurück kommt…

Ach ja, die Schlaferei.

Ich gehe spätestens gegen 1 Uhr ins Bett. Dann liege ich bis ca. 2 Uhr wach. Dann nicke ich ein, gegen 3 Uhr wache ich auf. Dann bin ich wieder eine halbe Stunde wach und dann schaffe ich es drei bis vier Stunden durchzuschlafen. Wieder wach und dann noch mal eine Mütze Schlaf dazu. So ab 8 Uhr wache ich meist auf, nicht immer schaffe ich es noch einmal einzudösen. So fünf bis sechs Stunden Schlaf sind es dann meist nur. Und am Nachmittag lege ich mich noch einmal eine gute Stunde ins Bett. Aber das ist fast völlig erfolglos. Schlafen kann ich da nicht. Aber auch das Hinlegen tut gut und lädt die Batterien auf.

So, jetzt ist es 0:32 Uhr – ab ins Bett. Eine Stunde die dunkle Decke anstarren….