Nach dem Krebs? Die Angst vor dem Rückfall

Wenn jemand in meiner Gegenwart feststellt, dass ich Krebs HATTE, bin ich immer versucht zu korrigieren: ich habe Krebs. Ja, ich weiß, Tumore sind nicht da (hoffentlich) und auch kein aktuelles Krebsgeschwür, aber die Angst ist da. Die Angst vor einem Rückfall. Und es ist sehr schwierig, richtig gesunden Menschen das irgendwie zu erklären.

Ich weiß noch, wie ich vor ca. drei Jahren die Diagnose Krebs bekommen habe. Ja, das war schlimm. Ja, es hat mir fast den Boden unter den Füßen weggezogen, aber eigentlich habe ich meine Gefühle damals recht schnell in den Griff bekommen. Vielleicht auch, weil Krebs ja erstmal etwas Abstraktes war und ich das nicht so ganz begriffen habe. Sicherlich aber auch, weil ich mich von der Angst nicht auffressen lassen wollte und auch stark sein/wirken wollte, um meinen Mann nicht in den Wahnsinn zu treiben.

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Mit Hund ist es schwer – ohne Hund wäre es wohl noch schwerer

Ja, klingt sehr Widersprüchlich, ist aber Fakt. Ich bin so oft so müde, dass ich Abends schon quadratisch schaue und ich so erschöpft bin, dass ich am liebsten sofort einschlafen würde, aber dann muss ich ja noch mit dem Hund raus. Ziemlich oft ist aber der Hund der einzige Grund, warum ich überhaupt aufstehe etc. Und nicht aufstehen ist ja auch keine gute Lösung.

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Erschöpfung schränkt immer mehr ein – Fatigue wird schlimmer

Ich dachte ja, desto länger meine Chemotherapie und Bestrahlung (und damit hoffentlich auch die akute Krebserrkankung) zurückliegen, desto besser wird es mir gehen. Teilweise stimmt das auch, zwar verzeichne ich immer mal wieder tagesformbedingte Rückschläge beim Essen, aber gerade was das betrifft, geht es mir langsam immer besser.

Einzig meine Kondition lässt weiterhin schwer zu wünschen übrig und schränkt mich derzeit auch wirklich sehr ein. Meine Fatigue hat sich gerade in den letzten Tagen stark verschlimmert. Inzwischen stehe ich morgens auf und bin direkt müde und erschöpft, bis vor zwei Wochen war das erst am Mittag der Fall. Es stört sogar beim Arbeiten. Ich arbeite gerade an einer Seite zu Grillpavillons und möchte da etwas völlig neues ausprobieren, was die Programmierung betrifft. Aber ich komme da nicht weiter und ich bin schon kurz davor, der Grillpavillon Seite doch ein WordPress aufzudrücken. Und auch bei den Seiten für die Nischenseiten Challenge komme ich nicht wirklich weiter. Denn auch dort will ich was eigenes Programmieren (siehe auch Traumjob Internet).
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Fatigue extrem

Zu Zeit leide ich sehr extrem unter Fatigue. Und unter Schlafstörungen. Irgendwie passt für mich das ja nicht ganz zusammen, mein Körper hält es aber für eine gute Idee, beides zugleich zu haben. Ich komme also derzeit mit ca. fünf Stunden Nachtschlaf aus, liege aber so sieben Stunden im Bett. Der Vormittag ist dann wirklich immer ganz in Ordnung. Mittags lege ich mich dann eine Stunde hin, meist kann ich dann auch nur dösen. Und so ab 17 Uhr habe ich bleischwere Glieder und in den Knochen steckt eine fürchterliche Schlappheit. Um ca. 19 Uhr gehe ich mit unserem Hund raus, teilweise merke ich, dass ich mich dann wirklich zwingen muss weiter zu laufen. Immer einen Fuß vor dem anderen.
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Wieder eine Tumornachsorge überstanden

Am Montag war ich mal wieder bei der Tumornachuntersuchung im Krankenhaus. Wie ich das hasse. Krebs zu haben bzw. wegen Krebs operiert worden zu sein – das ist das eine. Diese ständige Angst danach, dass der Krebs wieder kommen könnte, das ist ja noch was ganz anderes. Und dann noch regelmäßig zum Krebs-Tüv zu müssen, argh … nicht schön.
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Seltsame Stimme

Mein Geld verdiene ich ja mit Webseiten auf denen auch für Produkte geworben wird. Ich habe zum Beispiel eine Seite über unseren Labrador Tonko mit sehr vielen Bildern und vor allem Texten. Texte und Bilder sind ja auch kein Problem, aber wenn es in den Bereich Produkte geht oder sogar nur wenn es um den Bereich Kochen oder Backen geht, dann sind natürlich Videos viel besser geeignet, um Leserinnen und Leser anzusprechen. Jetzt habe ich aber seit meiner Krebserkrankung nicht nur ein Problem mit dem Essen und mit dem Durchhaltevermögen sondern eben auch mit meiner Stimme. Die ist eben komplett anders.
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PEG kommt endlich raus

Morgen ist es soweit, wenn alles gut geht, kommt die PEG raus. Gemacht wird das im Krankenhaus Winsen. Termin ist um 11 Uhr. Mir ist etwas flau im Magen, wenn ich an Morgen denke. Das ist zwar kein Eingriff, der unter Vollnarkose etc. ausgeführt wird, aber ich hab schon wieder geträumt, dass ich ohne Loch im Hals rein gehe und mit Trachealkanüle wieder raus komme. Argh.
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Heute undenkbar – Zigarettenstopfmaschine vor einem Jahr

Vor ziemlich genau einem Jahr hab ich zusammen mit meinem Mann ein lustiges Webprojekt ins Leben gerufen. Da wir beide damals ja noch rauchten, Zigaretten in Deutschland aber ziemlich teuer sind, haben wir unsere Zigaretten ja gestopft. Ich hab immerhin zwei bis drei Schachteln am Tag geraucht. Diese Zigaretten aber komplett zu stopfen, hat uns ziemlich viel Zeit gekostet, schließlich mussten ja auch noch ein bis zwei Päckchen pro Tag für meinen Mann gestopft werden. Mit den herkömmlichen kleinen Zigarettenstopfmaschinen war das kaum zu schaffen. Mit den Ritsch-Ratsch-Geräten war das ein echter Zeitkiller. Da ich ein unheimlich fauler Mensch bin, bin ich natürlich bald auf die richtigen Zigarettenstopfmaschinen gestoßen. Mit denen war unser Problem gelöst, die tägliche Ration an Zigaretten war für uns beide nun in zehn Minuten zusammenzustopfen.
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Gut zugenommen – Gewicht ist langsam wieder normal

Da ich ja meine PEG los werden möchte, habe ich begonnen mir etwas Speck auf die Rippen zu futtern. Ich hab nämlich die Befürchtung, dass es ohne PEG erst einmal etwas schwieriger wird, meine Kalorienzahl zusammen zubekommen, denn noch klappt es ja nicht 100 Prozent mit dem Schlucken. Und da dann 2000 Kalorien am Tag richtig Essen (oder auch Trinken) Zeitintensiv wird, kann es schon mal passieren, dass das in den ersten Tagen der Umstellung nicht immer so klappt.
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