Arbeiten – Immerhin drei bis vier Stunden am Tag gehen schon

So, knapp vier Monate nach der ersten Krebsoperation im November, nach sieben Wochen Bestrahlung und Chemotherapie, arbeite ich ja wieder. Als Selbstständige hat man ja wenig Alternativen, ok, Hartz IV wäre noch eine Idee, aber dafür verdienen wir im Haus trotz meiner Krankheit doch zu viel. Aber gut zu wissen, dass es so etwas gibt.

Ich hab ja schon die Wochen davor immer mal vor dem PC gesessen und so ein oder zwei Stunden gearbeitet. Am 14. März war dann für mich selbstgesetzter Arbeitsbeginn und eigentlich klappt es ganz gut.

Ich stehe nach so sechs Stunden schlaf gegen 9 Uhr auf, manchmal auch gegen 9.30 Uhr (das nervt wirklich, das nicht richtig durchschlafen können). Dann bin ich ca. 20 Minuten am wach werden und hau mir schon mal Wasser und Sondennahrung über die PEG rein. Dann geht es eine Stunde mit dem Hund raus.

Dann arbeite ich am Vormittag ca. 2 Stunden. Am Nachmittag kommen noch mal 2×1 Stunde hinzu und am Abend meist ebenfalls noch eine Stunde. Wenn ich die Zeit abziehe, wo ich auch ins Bad muss, um mir den Mund auszuspülen oder in Facebook gucke, dann komme ich auf ca. vier Stunden Arbeitszeit am Tag.

Gar nicht so schlecht, vier Monate nach der ersten Krebsoperation. Dazu kommen ja noch drei Mal am Tag ausgehen mit dem Hund (ca. 2,5 Stunden), ab und an einkaufen, kochen, Wäsche waschen, ein wenig putzen …

Aber ich bin froh, wenn noch mehr Kraft zurück kommt…

Ach ja, die Schlaferei.

Ich gehe spätestens gegen 1 Uhr ins Bett. Dann liege ich bis ca. 2 Uhr wach. Dann nicke ich ein, gegen 3 Uhr wache ich auf. Dann bin ich wieder eine halbe Stunde wach und dann schaffe ich es drei bis vier Stunden durchzuschlafen. Wieder wach und dann noch mal eine Mütze Schlaf dazu. So ab 8 Uhr wache ich meist auf, nicht immer schaffe ich es noch einmal einzudösen. So fünf bis sechs Stunden Schlaf sind es dann meist nur. Und am Nachmittag lege ich mich noch einmal eine gute Stunde ins Bett. Aber das ist fast völlig erfolglos. Schlafen kann ich da nicht. Aber auch das Hinlegen tut gut und lädt die Batterien auf.

So, jetzt ist es 0:32 Uhr – ab ins Bett. Eine Stunde die dunkle Decke anstarren….

Veröffentlicht von

Anabell

45 Jahre, weiblich, Krebsart: Pharynxkarzinom, genauer: Oropharynx (T3). Und mehr über mich hier im Blog. Oder hier: Wer ich bin.

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