Weltnichtrauchertag

Heute ist Weltnichtrauchertag. Zeit mal meine App hervorzukramen und mir selbst auf die Schulter zu klopfen.

Es sind jetzt 560 Tag seit meinem Aufhören vergangen. Die letzte Zigarette habe ich am 17. November 2015 geraucht. Kurz vor 22 Uhr, denn um 22 Uhr wurde im Krankenhaus unten die Tür geschlossen. Es hat geregnet, mein Feuerzeug wollte nicht so ganz und ich hatte gerade noch telefoniert. Und am nächsten Tag war meine große Krebsoperation. Da die ja im Krankenhaus wußten, wie viel ich vorher geraucht habe, hatten die irgendwie Angst davor, mich so auf kalten Entzug zu setzen und haben mir für die OP und die Intensivstation noch ein Nikotinpflaster aufgeklebt. Aber das war die einzige Hilfe die ich hatte.
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Erschöpfung schränkt immer mehr ein – Fatigue wird schlimmer

Ich dachte ja, desto länger meine Chemotherapie und Bestrahlung (und damit hoffentlich auch die akute Krebserrkankung) zurückliegen, desto besser wird es mir gehen. Teilweise stimmt das auch, zwar verzeichne ich immer mal wieder tagesformbedingte Rückschläge beim Essen, aber gerade was das betrifft, geht es mir langsam immer besser.

Einzig meine Kondition lässt weiterhin schwer zu wünschen übrig und schränkt mich derzeit auch wirklich sehr ein. Meine Fatigue hat sich gerade in den letzten Tagen stark verschlimmert. Inzwischen stehe ich morgens auf und bin direkt müde und erschöpft, bis vor zwei Wochen war das erst am Mittag der Fall. Es stört sogar beim Arbeiten. Ich arbeite gerade an einer Seite zu Grillpavillons und möchte da etwas völlig neues ausprobieren, was die Programmierung betrifft. Aber ich komme da nicht weiter und ich bin schon kurz davor, der Grillpavillon Seite doch ein WordPress aufzudrücken. Und auch bei den Seiten für die Nischenseiten Challenge komme ich nicht wirklich weiter. Denn auch dort will ich was eigenes Programmieren (siehe auch Traumjob Internet).
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Miguel Ferrer an Kehlkopfkrebs gestorben

Ich bin ja ein großer Fan von Navy CIS und schaue inzwischen auch Navy CIS LA. Zwar bin ich eigentlich niemand, der dann als Fan auch die News nach der Lieblingsserie durchforstet, aber das hier ist, auch wenn ich es heute erst gelesen habe, nicht spurlos an mir vorbei gegangen.

In Navy CIS LA spielt der Schauspieler Miguel Ferrer mit (einigen vielleicht auch als Gerichtsmediziner aus Crossing Jordan bekannt). Und der ist im Januar an Kehlkopfkrebs verstorben. Navy CIS LA befindet sich derzeit in der achten Staffel. Und auch wenn Owen Granger sicherlich nicht zu den Sympathiefiguren der Serie zählte, so war er doch ein von mir zumindest gern gesehener Akteur. Gerade weil er eben auch gerne mal überkorrekt oder grimmig rüber kam.
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Mundtrockenheit ein Jahr nach der Bestrahlung und die Sache mit dem Essen

Zeit für ein kleines Fazit. Vor über dreizehn Monaten ist ja meine Bestrahlung zu Ende gegangen. Eine fürchterliche Zeit, auch die ersten Tage danach habe ich zwar kaum noch in Erinnerung, weil es mir da so schrecklich schlecht ging, aber ich weiß eben noch, wie schlecht es mir ging. Alleine, dass ich aus den letzten Wochen kein einziges Foto habe, sagt alles. Normalerweise mache ich ständig Fotos mit meinem Handy, nicht von mir, nein, eher von unserem Hund.

Damals meinte der Arzt bei der Strahlenklinik, ich könnte in ein paar Wochen wieder Steak essen.

Tsja, wie sieht es denn heute aus? Heute noch leide ich unter trockenem Mund. Aus dem Haus gehe ich eigentlich nur mit Wasserflasche. Habe ich sie vergessen, wird unterwegs eben eine neue Flasche gekauft. Essen geht teilweise gar nicht. Ich habe zwar einige Gerichte gefunden, die ich ganz gut essen kann, aber noch heute passiert es mir, wenn ich etwas erwische, was ich zu lange im Mund habe und doch nicht schlucken kann, dann ist rum. Dann habe ich keine Lust mehr. Das passiert mir besonders häufig mit eigentlich weichen Brötchen. Sind sie zu weich, dann schaffe ich es meistens nicht. Keine Ahnung warum, aber ich weich dann meist auf meinen Joghurt aus.
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Krebs ist manchmal einfach nur Pech

Ich habe gerade einen interessanten Artikel darüber gelesen, dass die Entwicklung einer Krebserkrankung oft stark vom Zufall abhängt. Es ist demnach bei einigen Krebsarten einfach nur Pech, dass sich beim Teilen der Zellen Fehler einschleichen und am Ende einer Fehlerkette schließlich eine Krebserkrankung stehen kann. Krebs aus Zufall? Wer an Krebs erkrankt hat häufig einfach nur Pech. Finde ich zwar aus Sicht eines Gesunden jetzt nicht sehr beruhigend, aber für Menschen, die bereits an Krebs erkrankt sind, ist es vielleicht etwas tröstlich zu wissen, dass es nicht die eigene Schuld gewesen sein muss.

Fatigue extrem

Zu Zeit leide ich sehr extrem unter Fatigue. Und unter Schlafstörungen. Irgendwie passt für mich das ja nicht ganz zusammen, mein Körper hält es aber für eine gute Idee, beides zugleich zu haben. Ich komme also derzeit mit ca. fünf Stunden Nachtschlaf aus, liege aber so sieben Stunden im Bett. Der Vormittag ist dann wirklich immer ganz in Ordnung. Mittags lege ich mich dann eine Stunde hin, meist kann ich dann auch nur dösen. Und so ab 17 Uhr habe ich bleischwere Glieder und in den Knochen steckt eine fürchterliche Schlappheit. Um ca. 19 Uhr gehe ich mit unserem Hund raus, teilweise merke ich, dass ich mich dann wirklich zwingen muss weiter zu laufen. Immer einen Fuß vor dem anderen.
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Wieder eine Tumornachsorge überstanden

Am Montag war ich mal wieder bei der Tumornachuntersuchung im Krankenhaus. Wie ich das hasse. Krebs zu haben bzw. wegen Krebs operiert worden zu sein – das ist das eine. Diese ständige Angst danach, dass der Krebs wieder kommen könnte, das ist ja noch was ganz anderes. Und dann noch regelmäßig zum Krebs-Tüv zu müssen, argh … nicht schön.
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Fatigue macht mir zu schaffen

Also was mich ein Jahr nach Ende der Bestrahlung bzw. Ende der Krebstherapie noch wirklich wirklich nervt ist die ständige Erschöpfung, Müdigkeit bzw. Fatigue. Und ich kann nichts dagegen tun. Also einfach mal zehn Stunden schlafen und ich bin nicht mehr Erschöpft, das klappt nicht. Denn nach sechs Stunden schlaf bin ich nicht mehr müde. Aber eben weiterhin erschöpft. Nervig. Mittags lege ich mich meist eine Stunde hin, danach ist es, wenn ich einschlafen konnte, meist für drei, vier Stunden etwas besser, aber danach tun mir wieder die Musklen weh, so erschöpft bin ich. Und danach muss ich mich wach halten bis etwa Mitternacht, damit ich eine Chance habe, bis ca. 8 Uhr zu schlafen. Ich hab nämlich keine Lust bereits um 5 Uhr aus dem Bett zu fallen. Zumal sich dann ja auch nur alles verschieben würde.

So halbwegs habe ich diese Fatigue mit einem gewissen Zeitmanagement im Griff. Aber teilweise ist es wirklich sehr anstrengend über den Tag zu kommen. An Tagen an denen wir zum Beispiel größer Einkaufen fahren (was ich inzwischen versuche zu vermeiden, früher war es Hobby), brauch ich gar nicht mehr über Arbeiten oder Kochen nachdenken. Das sind die Tage wo ich Abends lustlos mein Müsli in mich reinlöffle und mein Mann froh sein kann, wenn ich ihm was aus der Friteuse mache. Aber er kennt das ja inzwischen.

Auch unser Hund weiß, dass es einfach Tage gibt, an denen ich eben keine Stunde mit ihm durch die Gegend spazieren kann. Dabei kann man das noch nicht mal Sport nennen, denn er ist ein absoluter Bummelfrosch. Und an Pausen mangelt es einem wirklich nicht, wenn man mit ihm durch die Gegend zieht. Aber meinen müden Knochen ist es egal ob sie stehen oder laufen, zumindest wenn sie einfach nur aufs Sofa wollen. Argh ….

Seltsame Stimme

Mein Geld verdiene ich ja mit Webseiten auf denen auch für Produkte geworben wird. Ich habe zum Beispiel eine Seite über unseren Labrador Tonko mit sehr vielen Bildern und vor allem Texten. Texte und Bilder sind ja auch kein Problem, aber wenn es in den Bereich Produkte geht oder sogar nur wenn es um den Bereich Kochen oder Backen geht, dann sind natürlich Videos viel besser geeignet, um Leserinnen und Leser anzusprechen. Jetzt habe ich aber seit meiner Krebserkrankung nicht nur ein Problem mit dem Essen und mit dem Durchhaltevermögen sondern eben auch mit meiner Stimme. Die ist eben komplett anders.
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Müslisituation verworren :-) – Aber ich werde satt

So, wir sind jetzt seit fast drei Monaten wieder auf Gran Canaria. Insgesamt lebt es sich hier ziemlich gut, die Situation mit dem Essen nervt mich ab und an ziemlich. Vor allem wenn ich mit meinem Spanisch den Spaniern erklären muss, warum ich gerade nichts essen kann. Zum Beispiel wenn es an der Schinkentheke eine Scheibe Schinken zum probieren gibt. Seufz. Bei Käse finde ich das ja gut, jetzt eine sehr gute Ausrede zu haben, aber bei leckerem Schinken?
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